BI gegen Umkleide-Umbau – aber kein Widerstand mehr

Die Jahnplatz-Umkleide wird für 270 000 Euro saniert – aus der Sicht der Initiatoren gegen die Absicht des erfolgreichen Bürgerentscheides.

LÜDENSCHEID - Falsch in der Sache und gegen den Geist des Bürgerentscheides gerichtet: So sieht Diane Owen, Sprecherin der erfolgreichen Bürgerinitiative (BI) gegen den Mehrgenerationen-Spielplatz, die vom Rat danach beschlossene Sanierung der Umkleide am Jahnplatz. Offiziell protestieren wird man aber nicht mehr.

Sie habe kurz erwogen, auch gegen den Umbau mittels Bürgerprotest vorzugehen. Denn 270 000 Euro dafür auszugeben, so Owen weiter, „ist mit Sicherheit nicht die für die Stadt günstigste Möglichkeit“. Doch sei die Summe deutlich kleiner als die 600 000 Euro, die mit dem Verzicht auf die Herrichtung des Jahnplatzes nun für andere Projekte eingesetzt wurden. Außerdem fürchtet Owen Abnutzungserscheinungen, wenn dem ersten Bürgerentscheid zum gleichen Thema unmittelbar der nächste folgt.

Wenn am Donnerstag der Wahlausschuss zusammentritt, um die Rechtmäßigkeit des Bürgerentscheides festzustellen, wird es also von der BI keine Einwände geben. Laut Owen wäre dies durchaus möglich gewesen: In der Begründung zu Bürgerbegehren und Bürgerentscheid sei die Umkleide ausdrücklich erwähnt. Und sogar im Text des Bürgerbegehrens habe es anfangs geheißen: „Sind Sie für die Aufhebung des Ratsbeschlusses, durch den für Infrastruktur-Maßnahmen die Bereitstellung von 600 000 Euro (Jahnplatz) und 270 000 Euro (Gebäude Jahnstr. 15) für einen Mehrgenerationen-Spielplatz aus Mitteln des Konjunkturpaketes II beschlossen wurde?“ Diese Fassung sei nach Rücksprache mit dem Bürgermeisteramt und dem Verein für mehr Demokratie jedoch mehrfach geändert worden. Vom Ursprungstext sei der BI dringend abgeraten worden, da die Fragestellung wahrscheinlich rechtlich anfechtbar sei. Diane Owen heute: „Hinterher ist man immer schlauer.“

Sie betonte nochmals, dass sie als unmittelbarer Anwohnerin des Jahnplatzes nie gegen Kinderlärm auf dem Spielplatz oder jetzt gegen den Kinderschutzbund als Nachbarn war. „Es geht auch hier darum, dass die Stadt mit einer Mietlösung finanziell besser fahren würde.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare