Verkehrsreicher Kluser Platz stellt Grundschüler vor Probleme

Gefahr auf dem Schulweg: Eltern schlagen Alarm und greifen zur Selbsthilfe 

Die Verkehrssituation am Kluser Platz stellt häufig eine Gefahr für die Kinder der nahe gelegenen Grundschule dar.
+
Die Sicherheit im Blick: Schulpflegschafts-Vorsitzender Ferdi Sögütlü (links) hilft in dieser Woche als Lotse Tinsberger Schulkindern über die Zebrastreifen am Kluser Platz.

Seit Jahren gehört der Kluser Platz zu den verkehrsreichsten Ecken der Stadt - und stellt damit eine potenzielle Gefahr für die Kinder der nahen Grundschule dar. Das wissen auch Eltern und Lehrer - und machen mit einer eigenen Aktion auf die Situation aufmerksam.

Lüdenscheid - Seit Jahren hat sich nichts geändert: Der Kluser Platz gehört mit seinem Straßengeflecht zu den verkehrsreichsten Ecken der Stadt – und stellt damit eine potenzielle Gefahr für die Kinder der nahen Tinsberger Grundschule dar. So jedenfalls sehen es Eltern und Schulleitung der Lehrstätte.

Eltern organisieren Lotsendienst

Vor diesem Hintergrund hat die Schulpflegschaft um ihren Vorsitzenden Ferdi Sögütlü für jeden Tag in dieser Woche Eltern gewonnen, die als Lotsen die Kinder kurz vor Schulbeginn um 8 Uhr über den Kluser Platz geleiten. Die Aktion soll auch noch einige Zeit nach den Herbstferien fortgesetzt werden.

In der Frühe mit dabei ist auch Schulleiterin Tatjana Ortolf. Zu den Motiven der aktuellen Eltern-Initiative sagt sie: „Wir wollen erneut darauf aufmerksam machen, was hier morgens los ist. Am sichersten für die Kinder wäre ein ständiger Lotsendienst. Doch dafür haben wir nicht genug Eltern. Außerdem sind dafür auch versicherungstechnische Fragen offen.“

Zur Einordnung: Für etliche Mädchen und Jungen führt der tägliche Weg zur Tinsberger Grundschule über drei Zebrastreifen am Kluser Platz und an der Worthstraße. Viele Eltern halten die Querungshilfen allein allerdings nicht für ausreichend sicher – rund um den Kluser Platz herrscht gerade auch morgens starker Verkehr, die Lage gilt insgesamt als unübersichtlich.

Auch Linienbusse sind hier häufig unterwegs. Besonders in der dunklen Jahreszeit können Schulkinder – trotz Reflektoren an Ranzen und Jacke – mitunter leicht übersehen werden. „Und manche Autofahrer wollen einfach noch schnell über den Zebrastreifen kommen“, weiß Ortolf.

„Es sollte ja nicht erst Schlimmeres passieren, bevor gehandelt wird.“

In der jüngeren Vergangenheit habe es auch zwei Vorfälle gegeben, zuletzt 2019. Dabei seien Kinder leicht angefahren, jedoch nicht verletzt worden. Anzeigen habe es nicht gegeben. „Aber es sollte ja nicht erst Schlimmeres passieren, bevor gehandelt wird“, sagt Ortolf.

Gleichzeitig teilte die Schulleiterin im Gespräch mit, dass ihr eine Erklärung der Stadt vorliege. Demnach seien für 2022 öffentliche Fördermittel beantragt, um die Verkehrsrisiken am Kluser Platz zu entschärfen. Im Zuge dieser Entwicklung solle es auch eine Ortsbegehung durch städtische Mitarbeiter geben.

Zwecks künftiger Gefahrenverminderung werden in der Elternschaft der Tinsberger Schule bereits mehrere Vorschläge diskutiert. Neben dem Lotsen-Konzept gehören dazu auch die Installierung eines orange blinkenden Warnlichts für Autofahrer, Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung und die Einrichtung einer Ampelanlage.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare