Erinnerungsstätte wird am Freitag eingeweiht

Gedenkzellen öffnen sich

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Am Freitag dürfen alle rein: Mitglieder des Gedenkzellen-Vereins informierten über die Eröffnung der Erinnerungsstätte.

LÜDENSCHEID - Von der Idee bis zur Verwirklichung war es ein weiter Weg. Doch nun ist es geschafft. Nach zähem gesellschaftlichem Ringen steht am Freitag die offizielle Eröffnung der Lüdenscheider Gedenkzellen im Alten Rathaus an.

Die Akteure des Gedenkzellen-Vereins hoffen für den Eröffnungstag auf starken Zuspruch seitens der Bevölkerung. So wurden im Vorfeld mehr als 80 Einladungen verschickt, wie Vereinsvorsitzender Matthias Wagner weiß. Willkommen sind aber alle interessierten Bürger.

Die Einweihung der Gedenkstätte beginnt am Freitag um 16 Uhr in den historischen Arrestzellen im Alten Rathaus, in denen Lüdenscheider Nazi-Opfer inhaftiert waren. Dr. Jürgen Wurster vom Gedenkzellen-Verein wird den Besuchern Erläuterungen geben. Allerdings nicht allen auf einmal – in die engen Zellen passen nur rund 15 Personen. Daher wird die informative Einführung gruppenweise geschehen.

Nach diesem Auftakt findet ab 17 Uhr im Roten Saal des Kulturhauses eine Feierstunde statt. Ans Mikrofon treten dabei Bürgermeister Dieter Dzewas, Hella Goldbach und Matthias Wagner vom Gedenkzellen-Verein sowie Dr. Ulrike Schrader vom Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten in NRW. Für die musikalische Begleitung sorgen Yasmin Alijah (Klavier), Burkhard Waimann (Klarinette) und Rüdiger Drallmeyer (Gitarre und Gesang). Nach dem Festakt geht es dann erneut zur Besichtigung der Gedenkzellen.

Der Gedanke, in den Zellen eine Gedenkstätte unterzubringen, existiert schon einige Jahre. Bis zur Realisierung waren aber einige politische und finanzielle Widerstände zu überwinden.

In den drei Räumen der Gedenkstätte erinnern gläserne Info-Tafeln beispielhaft an die inhaftierten Nazi-Opfer.

Künftig werden die Gedenkzellen immer mittwochs von 10 bis 17 Uhr sowie nach Voranmeldung geöffnet sein. Auskünfte erteilt Matthias Wagner unter der Rufnummer 2 51 38. - dt

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