Bürger erinnern an Kriegs- und Gewaltopfer

Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag

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Markanter Moment: Vertreter von Stadt und Soldatenverbänden erinnerten an der Parkstraße an die Opfer von Krieg und anderer Gewalt. Dahinter reihten sich vor allem Schützen und Feuerwehrleute.

Lüdenscheid -  Uniformträger, getragene Musik und ernste Gesichter – dieses Bild prägt traditionell die Szenerie am Volkstrauertag. Das war auch am Sonntag bei der zentralen Lüdenscheider Gedenkveranstaltung am Ehrenmal an der Parkstraße nicht anders.

Unter tiefgrauem Himmel lief die Zusammenkunft dabei in gewohnten Bahnen ab. Die Gedenkrede hielt Pfarrerin Krimhild Ochse vom Evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg. Die Geistliche erinnerte an die Opfer von Kriegen und anderer Gewalt, sprach Wesenszüge Dietrich Bonhoeffers an und thematisierte auch die Terroranschläge in Paris.

Dazu kamen Kranzniederlegungen durch Vertreter der Stadt und auch durch Abgesandte von Soldatenverbänden, von Kriegsopfer- und Vertriebenen-Organisationen sowie des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Ganz vorn bei der Trauergemeinschaft dabei: Bürgermeister Dieter Dzewas und der städtische Beigeordnete Thomas Ruschin. Den musikalischen Part an diesem Vormittag übernahmen der Lüdenscheider Männerchor und die CVJM-Blechbläser.

Wie in den Vorjahren zeigte auch die Lüdenscheider Friedensgruppe am Ehrenmal Präsenz. Die Friedensfreunde hatten im Vorfeld der Veranstaltung erneut die Verlegung des kollektiven Gedenkens auf den Evangelischen Friedhof Lüdenscheid angeregt. Grund: Sie vermissen an der Parkstraße die Gräber. Außerdem ist der wuchtige „Erwachende“ aus Sicht der Friedensaktivisten nicht gerade ein Bote für Frieden und Völkerverständigung.

„Volkstrauertag an Kriegsgräbern – nicht am NS-Denkmal!“ – diese Forderung prangte dann auch auf einem neuen Banner der Friedensgruppe. Über Historie und Charakter des Ehrenmals wird bekanntlich immer wieder kontrovers diskutiert.

Anderswo im Stadtgebiet gab es am Sonntag ebenfalls Gedenkveranstaltungen - so in Hühnersiepen, in Piepersloh und in Brüninghausen.

An der Gedenkstätte in Brügge erinnerte die stellvertretende Bürgermeisterin Tanja Tschöke an die zahlreichen Opfer von Krieg, Terror und Gewalt – und appellierte mit dem Hinweis auf die jüngsten Terroranschläge von Paris an alle Bürger: „Für den Frieden und die Freiheit müssen wir in diesen Zeiten kämpfen. Lassen Sie uns für diese Ziele arbeiten und eintreten.“

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