Geburtstagsparty für den verstorbenen Kult-Wirt Klaus Stange

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Ein spontanes Ständchen beim Benefiz-Geburtstagsfest machte den schönen Sommerabend rund.

Lüdenscheid - Die Oberstadt hat ihren verstorbenen Kult-Wirt gefeiert: Reidemeister-Urgestein Klaus Stange bekam eine große Party zum 60. Geburtstag - und das Hospiz bekommt den Reinerlös.

Klaus wäre heute 60 Jahre alt geworden.“ In liebevoller Erinnerung an den verstorbenen Reidemeister-Wirt Klaus Stange haben seine Freunde und Stammgäste am Donnerstag in und vor der Kochschule Capitol in der Oberstadt eine Geburtstagsparty gefeiert, die es in sich hatte.

 „Klaus hätte gern gefeiert“, begründete Silke Mühlhoff, langjährige Reidemeister-Wirtin und ehemalige Lebensgefährtin von Klaus Stange, die ungewöhnliche, von vielen begeistert aufgenommene Idee. Gemeinsam mit Susanne Kornau, Christian Kynast, Edy Cindemir und Patrick Fayner machte sie sich daran, ein zwangloses, lockeres Fest nach dem Motto „Wer kommt, der kommt“ zu organisieren.

 Seitens der Kochschule unterstützten Lisa Welsing, Lukas Meinhardt, und Armin Moser die Aktion. Nachbarschaftliche Hilfe kam zudem vom Schuhhaus Rosiepen. Auch Getränke Linnepe reihte sich in die Riege der Unterstützer ein. Bestimmt war der Erlös des Fests für das Hospiz Amalie-Sieveking-Haus an der Sedanstraße, wo Klaus Stange seine letzten Lebenstage verbrachte. „Klaus ist am 3. August 2018 im Hospiz gestorben“, bestätigte Silke Mühlhoff.

Klaus Stange Geburtstagsparty - alle Fotos hier

Neben den vielen Freunden und Gästen des verstorbenen Kult-Wirts – unter ihnen stadtbekannte Persönlichkeiten – waren auch seine Mutter Alice und das Hospiz-Team um Einrichtungsleiterin Sabine Große bei der Feier dabei. Von Anfang an hatten die vielen Helfer, die ihr Scherflein zum Gelingen der Geburtstagsparty beitrugen, alle Hände voll zu tun. Je mehr sich der Feierabend näherte, desto mehr Gäste strömten in die Oberstadt.

 Als besonderen Clou gab’s erstmals den eigens von der Brennerei Krugmann in Meinerzhagen gebrannten Obstler „Klaus sein Schnaps“ zu kosten und zu kaufen. Mit dem Obstler erfüllte die Brennerei – am Donnerstag durch Patrick Fayner und Stefan Petersen vertreten – einen in seinem letzten Interview geäußerten Wunsch Klaus Stanges. Hinter dem Preis von 19,59 Euro pro Flasche verbirgt sich das Geburtsjahr des Wirts. Zusätzlich zu allen Einnahmen der Feier war (und ist) jeweils ein Euro pro verkaufter Flasche für das Hospiz bestimmt.

 Im Obstler enthalten: Apfel, Birne und Pflaume – genau so, wie es sich der Reidemeister-Wirt wünschte. Passend dazu verwöhnte die Kochschule die vielen Geburtstagsgäste mit einem eigens kreierten Dessert, in dem der hochprozentige Schnaps gleichsam das Zünglein an der Waage war. Neben Klaus’ berühmter Currywurst, die gleichfalls nicht fehlen durfte, war die Birnen Panna Cotta mit sautierten Pflaumen und „Klaus sein Schnaps“ des Hauses ein Muss bei der kultigen Geburtstagsfeier.

 Zudem riefen Erinnerungsstücke aus dem Reidemeister und T-Shirts mit Aufdruck früheres Kneipenleben in Erinnerung. Ein Spontan-Ständchen heimischer Musiker war ein weiteres Bonbon. „Für die Hilfe abends danke ich besonders Nicole, Mimi, Sanja, Regine, Dunja, Wolfgang, Stefan und Justin“, schloss Silke Mühlhoff neben dem engsten Kreis auch alle weiteren Helfer in ihren Dank ein.

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