Geballte Berufsauswahl bei Ausbildungsmesse

Werben für die Ausbildungsmesse: Jörg Geßler, Stabsstelle Wirtschaft und Arbeitsmarkt, Bürgermeister Dieter Dzewas, Winfried Lütke-Dartmann, Fachdienst Jugendamt - Kinder- und Jugendförderung.

Lüdenscheid - „Manche ticken immer noch so: ‘Es wird schon irgendwie gehen’.“ Für Bürgermeister Dieter Dzewas ist das ein Trugschluss. Es werde schwerer, Auszubildende zu finden, weiß er von Firmenbesuchen. Das Angebot sinkt, der Fachkräftemangel steigt. Mit der Ausbildungsmesse (AML) am 24. September im Kulturhaus will man Firmen zum vierten Mal helfen, neue Wege zu gehen.

Damit, so hofft der Bürgermeister, irgendwann eine „Traumquote“ von 20 Prozent Azubis wie bei der Firma Canto die Regel und nicht die Ausnahme sei: „Wenn wir allgemein auf zehn Prozent kämen, wäre das schon toll.“

Das Angebot werde dankend angenommen, haben Jörg Geßler von der Stabsstelle Wirtschaft und Arbeits-markt und sein Rathauskollege Winfried Lütke-Dartmann vom Fachdienst Jugendamt – Kinder- und Jugendförderung festgestellt. „Jeder der 712 Quadratmeter im Kulturhaus wird genutzt“, sagt Jörg Geßler. 83 Aussteller mit 90 Ausbildungsberufen stellen sich vor. Die Anmeldungen der Schulen für vormittags zeigten das gestiegene Interesse: Waren es 2013 noch 856 Anmeldungen, sind es jetzt 1186. Der Nachmittag ist für Schüler und Eltern offen.

Das Angebot vergrößern konnte man nur deshalb, weil Dachdeckerinnung, Feuerwehr und Polizei ihre Stände schon in den Außenbereich verlegt haben. Aber das Kulturhaus ist nicht nur deshalb Wunschstandort der Stadt und vieler Aussteller, weil es zentral „im Herzen“ liegt. Zugleich locke man damit junge Menschen ins Kulturhaus – vielleicht sogar zu anderen Veranstaltungen.

Doch über allem steht natürlich das Bestreben, junge Leute und Betriebe zusammenzubringen – für ein Praktikum, für eine Ausbildung, für ein Verbundstudium. Eine Broschüre informiert über die teilnehmenden Unternehmen; sie kann auch über die städtische Homepage im Internet aufgerufen werden. - sum

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