Gastronomen aus MK mit Hilferuf an die Politik

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Im Kampf gegen die Leerstände in der Innenstadt hält der Gastro-Verein kreative Konzepte für erforderlich, beispielsweise in Form von Pop-Up-Angeboten.

Lüdenscheid - Nicht erst durch den Ausbruch der Pandemie haben die Gastronomen und Einzelhändler nach eigener Aussage mit massiven Problemen zu kämpfen – angefangen bei der Online-Konkurrenz über einen Mangel an Parkplätzen in der Innenstadt bis hin zu Baumaßnahmen in der Fußgängerzone.

Grund genug für den Verein Gastro-Lüdenscheid, in einem Appell an die Fraktionen um Unterstützung zu bitten: „Tragen Sie dazu bei, mit Ihrer Politik dafür zu sorgen, dass zukunftsweisende und nachhaltige Strukturen geschaffen werden, die den Fortbestand der vielfältigen Angebote für Ihre Bürgerinnen und Bürger sichern“, heißt es in dem Schreiben, das von zahlreichen Gastronomen und Selbstständigen unterzeichnet wurde. 

Dabei hat der Verein konkrete Vorstellungen, was sich ändern sollte:

Parken und Verkehr

Laut Gastro e.V. benötige man für die Innenstadt ein neues Verkehrs- und Parkkonzept, das unter anderem kostenfreie Parkplätze, ein Konzept für Langzeitparker, eine bessere Anbindung der Stadtteile an die Innenstadt durch öffentliche Verkehrsmittel oder Shuttle-Services beinhalten könnte.

Sauberkeit

„Wir müssen in die Aufenthaltsqualität investieren“, fordert der Verein ein neues Konzept zur Reinigung und Müllentsorgung, aber auch zur Verschönerung und Begrünung der Innenstadt.

Sicherheit

„Die Menschen sollen sich in der Innenstadt sicher fühlen, auch nach Einbruch der Dunkelheit. Da insbesondere die Gastronomie auch nach 21 Uhr noch auf eine hohe Besucherfrequenz ausgerichtet sei, schlägt der Verein eine Erhebung darüber vor, welche Stellen die Bürger aus welchen Gründen meiden, um dann passende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. 

Beispielhaft nennt der Verein eine bessere Beleuchtung, Video-Überwachung oder häufigere Polizeistreifen.

Leerstände

Aufgrund zahlreicher Leerstände in der Innenstadt gehe es darum, mit Ladenbesitzern und interessierten Akteuren kreative Konzepte zu entwickeln – sei es in Form von Pop-Up-Angeboten, Ausstellungen oder die Nutzung der Fenster als Werbeflächen. 

„Machen wir gemeinsam die Stadt interessant, dann steigt auch die Besucherfrequenz in der Innenstadt, und es finden sich wieder reguläre Mieter für die leer stehenden Räumlichkeiten“, ist der Verein überzeugt.

Kaufkraft

„Lüdenscheid braucht ein nachhaltiges Konzept zur Kaufkraftbindung.“ Wie es weiter heißt, würden bereits viele Städte auf die Förderung von Stadtgutscheinen setzen, um der Konkurrenz durch den Online-Handel entgegenzuwirken. 

Dabei bekämen Käufer dieser Gutscheine 20 bis 25 Prozent des Nettowertes zusätzlich von der Stadt geschenkt. Abschließend heißt es: „Wenn Sie als Ratsmitglieder verhindern wollen, dass die Innenstadt ausstirbt, müssen Sie jetzt Ihren Bürgerinnen und Bürgern zeigen, dass es sich lohnt in Lüdenscheid einzukaufen.“ 

Konkret möchte der Verein wissen, ob die Fraktionen bereit seien, in die fünf genannten Bereiche zu investieren.

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