Neujahrsempfang der Stadt Lüdenscheid

Hunderte Lüdenscheider hatten sich im Rathaus eingefunden, um auf das neue Jahr anzustoßen.

LÜDENSCHEID - „Ode an die Freude“ und „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ – diese beiden Musikstücke umrahmten stimmungs- und schwungvoll den Neujahrsempfang der Stadt Lüdenscheid, der im Bürgerforum des Rathauses stattfand. Doch neben diesen heiter-beschwingten Noten gab es auch besinnliche und nachdenkliche Momente.

Von Maike Förster

Gleich zu Beginn der Veranstaltung verlas Bürgermeister Dieter Dzewas eine Stellungnahme des Integrationsrates zu den Anschlägen in Paris. Grausam und menschenverachtend sei der Terroranschlag gewesen – und es gebe in keiner Religion und keiner Weltanschauung auch nur den Bruchteil einer Rechtfertigung für solche Taten.

Die zahlreichen Gäste des Neujahrsempfangs rief der Bürgermeister dann dazu auf, sich in einem ausliegenden Kondolenzbuch einzutragen. Dieses werde später an die französische Botschaft übergeben.

In seinem Jahresrückblick ging Dieter Dzewas mehrfach auf die kriegerischen Konflikte in aller Welt ein. „Konsequenz der vielen Krisenherde weltweit ist auch eine gewachsene Anzahl von Flüchtlingen, die wir in Europa, Deutschland, in NRW und auch in Lüdenscheid aufnehmen müssen und wollen.

Hier appelliere ich an Sie zu ganz besonderer Offenheit und Gastfreundschaft“, forderte der Bürgermeister die Bergstädter zu einem Schulterschluss im Namen von Offenheit und Gastfreundschaft in Zeiten des Terrors und der fremdenfeindlichen Stimmung auf.

Neujahrsempfang der Stadt

Diese wichtige Aufgabe betreffe auch den Haushalt der Stadt, betonte Bürgermeister Dzwas. Die Unterbringung der Asylbewerber ziehe zusätzliche Kosten nach sich. „Hier ist es wichtig, dass politisch schnell gehandelt wird.“ Und auch für die Instandhaltung und Modernisierung von Kommunalstraßen und die Umsetzung des Handlungskonzeptes für die Altstadt werden Gelder und zusätzliche Unterstützung benötigt: „Die angespannte Haushaltslage müssen wir in Einklang bringen mit wichtigen Entwicklungsimpulsen für unsere Stadt.“ Und auch private Initiativen seien gefragt.

Ein gelungenes Beispiel des ehrenamtlichen Engagements konnte Dzewas mit der Vergabe der Ehrennadel würdigen. Der „Verein der Freunde der Musikschule“ unterstütze die Arbeit der Einrichtung seit 1982. Grund zum Feiern bot auch das 50-jährige Bestehen der Musikschule selbst.

Das Sinfonieorchester unter Leitung von Karin Zabel, der Jugend- und der Kinderchor unter Leitung von Franziska Förster und der Lehrerchor der Musikschule umrahmten den Festakt mit ihren Darbietungen. Musikschulleiter Franz Schulte-Huermann führte beim Schlusslied den Taktstock – aber nicht irgendeinen, sondern den von Musikschulgründerin Hanni Henning.

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