Gasstraße gesperrt: Autofahrer verwirrt

Humboldtstraße/Einmündung Gasstraße: Die Durchfahrt zur Altenaer Straße ist bis Mitte August gesperrt.

LÜDENSCHEID ▪ Völlig überfordert reagierten die Autofahrer gestern auf die vollzogene, groß angekündigte Sperrung der Gasstraße. Unter Missachtung sämtlicher Schilder und Verkehrsregeln wollten viele ihre gewohnten Wege durchsetzen.

Währenddessen hatten Bauleiter Bernd Kriesten und die Polizeikommissare Goslar und Winterhoff Ute Korn zum Ortstermin gebeten. Sie ist im Amt für Bauservice für die Beschilderung zuständig und schüttelte gestern nur den Kopf. „Nagelbretter“, diktierte sie dem Bauleiter in die Liste der notwendigen Nachlieferungen und zusätzlichen Schilder, die in den kommenden drei Baustellenwochen für mehr Klarheit sorgen sollen. Bis zum 12. August ist die Altenaer Straße über den üblichen Weg Humboldtstraße/Gasstraße nicht zu erreichen. Lediglich Anlieger können die Firma P.C. Turck bzw. Parkplätze an der Gasstraße erreichen. Nur zu dem Zweck ist die Gasstraße zwischen Einmündung Viktoriastraße und Ecke Humboldtstraße vorsichtig zweispurig befahrbar.

Gestern führte die Regelung zu heiklen Situationen für den Durchgangsverkehr. „Verirrte“ Fahrer tasteten sich rückwärts in ihre Fahrspur zurück, andere suchten sich Wege über Sperrflächen und durch Absperrungen, fuhren über Bürgersteige, wendeten im Zweirichtungsverkehr auf der Gasstraße, drehten sinnlose Umwegschleifen über Liebig- und Viktoriastraße. Ein Busfahrer drehte um, weil „plötzlich“ der Weg zum Bahnhof versperrt war, obwohl die MVG „natürlich informiert ist“. Ein Anlieger hielt auf die Straßensperre zu und tat überrascht: „Wusste ich nicht.“ Ein anderer zwängte sich links zwischen Sperrzaun und Polizeiwagen hindurch: „Ich will in die Gasstraße!“ Bereits dort war das Pärchen, das einfach vor der frischen Baustelle parkte und stadtwärts schlenderte. Erst die Drohung mit dem Abschleppwagen ließ sie umkehren. Zurück ins Chaos.

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