Gas: Keine Senkung des Preises in Sicht

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Trotz des derzeit niedrigen Ölpreises hat das in den kommenden Wochen keine Auswirkungen auf den Gaspreis, wie die Stadtwerke Lüdenscheid mitteilen.

Lüdenscheid - Der Ölpreis ist derzeit sehr niedrig und auch beim Gas sind seit dem Sommer leicht fallende Preise zu beobachten. Zu einer Preisänderung führt das kurzum aber nicht, wie Andreas Köster, Pressesprecher der Stadtwerke Lüdenscheid, auf Anfrage der LN mitteilt.

Während Gas- und Ölpreise früher vertraglich gekoppelt waren, gibt es diese Regelung heute nicht mehr. „Der Gaspreis wird wie der Strompreis über die Börse gehandelt. Der Versorger kauft Strom und Gas zu bestimmten Konditionen ein“, erklärt Köster. Beeinflussen könne der Versorger nur, wann und wie viel er an der Börse einkaufe, oder wie interne Kosten gesenkt werden können. Auf den Gaspreis würden zudem staatliche Anteile aufgeschlagen, die festgelegt sind.

Zudem beeinflussen externe Gegebenheiten die Preise an der Börse. „Die Händler sind sich unsicher, wie sich die Terroranschläge auswirken“, erklärt Köster. Politische Probleme wie beispielsweise der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine können zu Preisschwankungen führen. Erst gestern hat Russland die Gaslieferungen an die Ukraine aufgrund von Zahlungsrückständen gestoppt.

Auch wenn im Moment die Preise an der Börse etwas fallen, macht sich das preislich nicht so schnell beim Kunden bemerkbar, da der Versorger das Gas bereits vor ein bis zwei Jahren zu anderen Konditionen eingekauft hat. Andreas Köster: „Im Moment sind wir in den Kalkulationen für das kommende Jahr. Zum 1. Januar ändert sich aber nichts.“ Bei einer Preisänderung ist der Versorger gesetzlich dazu verpflichtet, die Kunden sechs Wochen vorher zu informieren.

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