Seit 10 Jahren in Lüdenscheid

Gartencenter Kremer investiert Millionenbetrag für Ausflug ins Grüne 

Jedes Jahrzehnt bringt in der Regel auch Veränderungen mit sich. Im September 2011 wurde die Filiale des Gartencenters Kremer an der Altenaer Straße eröffnet – und damit feiert der Standort im Herbst sein zehnjähriges Bestehen in Lüdenscheid.

Lüdenscheid – Die Veränderungen im Center selber wird es allerdings nicht erst im September, sondern bereits Mitte Februar zu sehen geben. „Nach zehn Jahren mussten wir etwas Neues machen. Da ist es wie bei einem Auto, irgendwann ist es Zeit für ein neues Modell“, sagt Geschäftsführer Alexander Kremer.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl 72.313 (Stand: 31.12.2019)

Das neue Auto ist in diesem Fall die Kalthalle des Gartencenters. Die überdachte Freifläche wird umgebaut und soll nach der Fertigstellung die Besucher zu einem Ausflug ins Grüne einladen. Designer der Hochschule Düsseldorf entwickelten das Konzept, welches bereits ähnlich am Kremer-Standort in Lennestadt im vergangenen Jahr umgesetzt wurde. Holz, Metall, Glas – diese Materialien stehen beim Umbau im Fokus. Die Regale werden zukünftig in Anthrazit gehalten. „Wir wollen damit der Natur die Vorfahrt gewähren und uns auf das Wesentliche beschränken“, sagt der Geschäftsführer. Zudem wird das Beleuchtungssystem in der Halle komplett ausgetauscht. Die bisherigen durchlaufenden Lichtbänder werden durch einzelne Lichtspots ersetzt – ganze 1000 Stück an der Zahl.

Gartencenter Kremer investiert Millionenbetrag: Lichtbänder müssen Spots weichen

Das neue Lichtsystem sei zwar mit deutlich höheren Kosten verbunden, doch dies werde sich lohnen, erklärt Kremer. „Die Lichtbänder werfen keine Schatten und haben wenig Tiefe. Durch die Spots erzeugen wir unterschiedliche Tiefen und Lichtfarben, die sehr warm sind. Selbst an einem tristen, grauen Tag sieht es so aus, als scheine die Sonne auf die Pflanzen. Dadurch bekommt man sofort gute Laune“, sagt Kremer, der den Designern dankbar für den Tipp mit den Spots ist. „Aufgrund des Preises war es für mich im ersten Moment schon abschreckend. Ich bin ja Kaufmann durch und durch. Aber das Ergebnis in Lennestadt überzeugt mich vollends.“

Kremers Ziel ist es, die Besucher nicht nur zu einem Einkauf zu bewegen, sondern das Gartencenter auch mehr und mehr zu einer Art Ausflugsziel zu machen. „Unsere Besucher sollen sich wie bei einem Spaziergang ins Grüne fühlen. Dieses Lebensgefühl wollen wir ihnen vermitteln.“ Auch die Belegschaft freut sich über die Neuerungen. „Nach dem Umbau wird alles noch schöner und frischer wirken“, glaubt Marktleiterin Monika Martin.

Gartencenter Kremer investiert Millionenbetrag:

Zu diesem Lebensgefühl sollen auch die vier Klimabäume beitragen, die im hinteren Bereich der Kalthalle nahe den Rolltoren bereits gepflanzt wurden. Sie sollen der Kalthalle einen kleinen „Marktplatzcharakter“ (Kremer) verschaffen. Die sogenannten Klimabäume schaffen es, sich den Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. Bei Kremer stehen fortan japanische Honigbäume, genannt Sophora japonica.

„Wir wollten große Bäume haben mit einem entsprechenden Volumen“, sagt Kremer und blickt dabei zufrieden auf die vier Exemplare. Das Ziel, die kompletten Baumaßnahmen in der Kalthalle Mitte Februar erfolgreich abzuschließen, bezeichnet Kremer selbst als „sportlich, aber machbar“.

Kremer ist Optimist und denkt auch bereits an kommende Aufgaben. Direkt angrenzend an die Kalthalle ist im Außenbereich die Baumschule platziert. Auch diese wird modernisiert und umgebaut – allerdings erst im kommenden Jahr. Die Pläne für die Umsetzung sind dafür schon weit gereift. Eine Rutsche soll installiert werden, sodass auch Kinder mit Freude ins Gartencenter gehen. Die ganze Familie solle angesprochen werden, sagt Kremer.

Gartencenter Kremer investiert Millionenbetrag: „Future Living Bereich“ für 2022 geplant

Dazu zählt auch, dass Teile der anderen Verkaufsfläche im Innenbereich nächstes Jahr weichen müssen. Ein „Future Living Bereich“ wird eingerichtet. In diesem Bereich soll veranschaulicht werden, wie „grün“ man sich in den eigenen vier Wänden einrichten kann. „Dadurch wird nachweislich die Lebensqualität erhöht. Wir möchten mit unseren Einrichtungstipps helfen, den Kunden ein schöneres Wohngefühl zu Hause zu geben“, zeigt sich Kremer optimistisch, dass die Änderungen im Gartencenter gut von der Lüdenscheider Kundschaft angenommen werden.

Auch das „Herzstück“ des Gartencenters wird 2022 umgebaut – das Café, das sich bereits vor Corona großer Beliebtheit erfreute. Insbesondere an den Sonntagen sind die 80 Sitzplätze des Gastronomiebereichs normalerweise gut belegt. Wann die Brötchen, Snacks und Kuchen wieder an die Besucher gehen können, steht bedingt durch Corona und den erweiterten Lockdown allerdings nicht fest. Kremer sieht der Situation aber gelassen entgegen: „Wir richten uns natürlich nach der Corona-Schutzverordnung und vertrauen den Politikern, dass sie besonnen entscheiden.“ Das Gartencenter scheint gerüstet – auch für die kommenden zehn Jahre in Lüdenscheid.

Rubriklistenbild: © Cedric Nougrigat

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