Ein Garten für Lüdenscheid

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Die Kunstwerke – hier Reinhard Klessingers „Ins Spiel bringen“ – wurden aufwändig restauriert.

Lüdenscheid - „Wir wollten den Lüdenscheidern diesen Raum zurückgeben!“ Die Mitglieder des Vereins „Kunstfreunde Lüdenscheid“ sind stolz auf ihr Werk – zu Recht, denn sie haben in einer mittlerweile seit einem Jahr andauernden Aktion den Museumsgarten wieder in das verwandelt, was er sein soll: Ein Rückzugsort, die hautnahe Begegnung mit Kunst.

Wann genau das erste Kunstwerk Einzug hielt auf das Gelände hinter den Museen, ist nicht mehr nachvollziehbar. Aktenkundige Einträge gibt es nicht. Nur so viel: das Anlegen des Skulpturengartens ging auf Initiative des damaligen Galerie-Leiters Uwe Obier zurück. Aus Symposien oder künstlerischen Aktionen entstand immer mal wieder der Wunsch, eine Skulptur in Lüdenscheid behalten zu dürfen.

Die Künstler kamen diesem Wunsch gern nach. Mehr noch: Gestern Vormittag rückte der Künstler Paul Dieter Krämer an, um Hand an seine Installation zu legen, und bot an, eine weitere zur Verfügung zu stellen. Platz genug sei da, so die Kunstfreunde.

Am Sonntag um 11 Uhr wird der Garten der Bevölkerung in neuem Glanz zurückgegeben. „Dabei möchten wir hier nicht unter uns bleiben“, hoffen die Kunstfreunde auf eine rege Anteilnahme all derer, die an den Skulpturen interessiert sind. Die Kunstfreunde selbst werden ein bisschen darüber erzählen, was mit welchem Aufwand restauriert wurde, welche gärtnerischen Arbeiten es zu erledigen gab und auch, dass man auf der Suche nach Patenschaften für die Skulpturen ist. Eine Grundschulklasse habe bereits Interesse angemeldet, sich um ein Kunstwerk zu kümmern, es im Auge zu behalten und den Platz drumherum zu pflegen. „Sowas könnten wir uns auch für die anderen Skulpturen vorstellen“, hofft Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen auf Nachahmer. Auch sie wird morgen Vormittag ein paar Worte zu der aufwändigen Aktion sagen. Darüber hinaus gibt es Saxophonmusik und einen kleinen Imbiss.

Rechtzeitig fertig geworden ist ein großes, farbenfrohes Faltblatt, auf dem in prägnanten Worten erläutert wird, um welche Kunstwerke es sich handelt, eine Art Stadtplan für den Skulpturengarten, zu haben an der Infotheke und gegen eine Schutzgebühr von 1,50 Euro. Führungen mit weiterführenden Informationen sind bereits in Planung, vor allem mit Blick auf den Garten im Wandel der Jahreszeiten.

Der Eintritt ist frei, die Besichtigung ab morgen jeweils zu den Öffnungszeiten möglich. - rudi

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