Schulentwicklung

„Ganztag zu belastend“: Diese Lüdenscheider Schule kehrt zum klassischen Modell zurück

Das Ganztagsmodell an der Richard-Schirrmann-Realschule in Lüdenscheid soll ab dem kommenden Schuljahr abgeschafft werden.
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Das Ganztagsmodell an der Richard-Schirrmann-Realschule soll ab dem kommenden Schuljahr abgeschafft werden.

Große Veränderungen stehen für die Richard-Schirrmann-Realschule (RSR) an, ansonsten sieht die Verwaltung kaum Änderungsbedarf im Schulentwicklungsplan.

Lüdenscheid – Nach 2019 hat der Fachbereich Jugend, Bildung und Sport neue Schülerzahlen vorgelegt. Große Veränderungen gibt es nicht, insgesamt besuchen 4591 Kinder und Jugendliche eine weiterführende Schule in Lüdenscheid – das sind 143 Schüler weniger als vor zwei Jahren. Verändert habe sich die Übergangsquote von den Grundschulen, teilt Fachbereichsleiter Matthias Reuver mit.

Da die Freie Christliche Hauptschule seit dem vergangen Jahr keine neuen Schüler mehr aufnimmt, bleibt nur noch die Hauptschule Stadtpark im Stadtgebiet. „Die Schülerzahlen sind im Vergleich zu den vergangenen Jahren zwar leicht rückläufig, aber es ist eine für die Schulform Hauptschule ausreichende Zügigkeit vorhanden“, heißt es im Verwaltungsbericht. Durch Schulformwechsler in den Jahrgängen 8 bis 10 seien die Schülerzahlen höher. „Der in den vergangenen Jahren mehrfach einzügig gestartete Jahrgang 5 hat sich in den Folgejahren immer auf eine mindestens Zweizügigkeit ausgedehnt“ führt Reuver aus und sieht vorerst keinen Handlungsbedarf.

Unverändert können auch die Planungen für die Theodor-Heuss-Realschule bleiben, mehr Arbeit warte aber bei der RSR. Das Ganztagsmodell soll ab dem kommenden Schuljahr „sukzessive wieder in eine Realschule im Halbtag mit pädagogischer Übermittagsbetreuung geändert werden.“ Ziel sei es, langfristig zwei Varianten für die Jahrgangsstufen 5 und 6 anzubieten: eine Übermittagsbetreuung bis 14 Uhr und ein offenes Ganztagsangebot bis 15.30 Uhr. „Die älteren Schülerinnen und Schüler empfanden den Ganztag als ermüdend und belastend“, begründet die Verwaltung die Rückkehr zum klassischen Schulmodell. Beide Schulen sollen vierzügig bleiben.

Der Anteil der Kinder, die von der Grundschule auf ein Gymnasium wechseln, ist in den vergangenen zwei Jahren gewachsen. Diese Übergangsquote ist in den vergangenen zwei Jahren von 29,9 auf 34,4 Prozent gestiegen. Dennoch sind die absoluten Schülerzahlen an den Gymnasien leicht zurückgegangen.

Die Verwaltung will diese Entwicklung im Auge behalten und gegebenenfalls reagieren. Beispielsweise könne die Zügigkeit bei den Anmeldungen zu den Staberger Gymnasien jahresweise wechseln, sodass nur Zeppelin- oder Geschwister-Scholl Gymnasium einen Jahrgang mit drei Klassen hat.

Die Adolf-Reichwein-Gesamtschule hat diesbezüglich keine Anpassungen zu erwarten. Zwar sinken die Schülerzahlen, die Anzahl der Schüler pro Klasse wurde aber auf maximal 27 Schüler limitiert. Die Jahrgänge bleiben daher sechszügig.

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