"Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel schätzt wieder Schätze

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Detlev Kümmel und seine Lebensgefährtin Nang Nöbeling laden ein zu Schätztagen in Brügge.

Brügge – „Ich hatte mal einen, der kam mit einem Transporter. Machte den auf – randvoll – und sagte: Kannst du mal kurz gucken? Das geht natürlich nicht.“ Der Brügger Galerist Detlev Kümmel bittet darum, ein bis maximal zwei Teile mitzubringen, wenn er am 24. und 25. August wieder Schätztage veranstaltet.

In der Zeit von 11 bis 17 Uhr stehen die Türen der Galerie an der Volmestraße jedem offen, der irgendwo zwischen Antiquariat, Schmuck oder Gemälde ein Exponat besitzt, dessen Wert er nicht kennt. Es sind die vierten Schätztage in Brügge, und Detlev Kümmel erwartet wieder einen Ansturm an Besuchern, bei denen er jedem einzelnen gerecht werden will.

Die ZDF-Show „Bares für Rares“ hat den Brügger Galeristen bundesweit bekannt gemacht. Aktuell flimmert eine Aufzeichnung mit Kümmel als Experte über den Internetauftritt des Zweiten Deutschen Fernsehens. Seine Expertisen sind beliebt – die Menschen kommen von weit her zu den Schätztagen, bei denen auch gern mal ein Mitglied des „Bares für Rares“-Teams dabei ist.

Diesmal dabei: Schmuckexpertin Wendela Horz. Sie ist ausgebildete Diamanten- und Edelsteingutachterin bei der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft in Idar-Oberstein und freie Sachverständige. Auch sie wurde überregional durch ihre Auftritte als Expertin in „Bares für Rares“ bekannt, in der sie seit der siebten Staffel 2017 historischen und neuzeitlichen Schmuck bewertet.

Wendela Horz ist allerdings nur am Samstag als Expertin mit dabei. Und Waldi Lehnertz, der ja eigentlich fast schon zur Stammbesetzung bei den Schätztagen in Brügge gehört? Kümmel: „Nein, diesmal nicht. Wir wollen weg von diesem G'schmäckle, dass die Experten den Händlern die Kunden zuschieben. Das soll ehrlich sein und bleiben.“

Jedes Mal, so erinnert sich der Experte, war bislang irgendeine echte Überraschung dabei. Letztes Mal war's moderne Kunst. Kümmel: „Wir geben da erst mal nur eine erste Einschätzung. Wenn die Leute wollen, können sie das Exponat da lassen, damit wir das genauer untersuchen können. Ich gebe den Leuten zum Beispiel auch mit, dass sie sich bei ,Bares für Rares' bewerben können, wenn sich das lohnt. Ich bin da gern behilflich, aber ich entscheide nicht darüber, ob das in die Sendung kommt. Die entsprechenden Formulare dafür findet man überall im Netz. Ob die Leute dann in die Sendung eingeladen werden, entscheidet die ,Bares für Rares'-Redaktion. Das hängt von vielen Faktoren ab. Natürlich von dem Exponat. Aber auch, ob die Leute überhaupt im Fernsehen gesehen werden wollen. Zum Beispiel auch, wenn sie am Ende nur wenig Geld kriegen.“

Die Wartezeit kann vor den Türen der Brügger Galerie an der Volmestraße 36a ziemlich lang werden. Hopplahopp geht gar nicht bei Detlev Kümmel. Er will sich Zeit nehmen und in Ruhe seine Expertise abgeben. Deswegen werden Imbiss und Getränke angeboten. Am 1. September ist Kümmel dann begleitender Gast auf dem Düsseldorfer Carlsplatz, wo er heimische Künstler bei der „Art Carlsplatz“ unterstützt.

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