Weltreisen waren seine Leidenschaft

Tod auf den Galapagos-Inseln: Trauer um Reporter aus Lüdenscheid

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An einem Riff unweit der Galapagos-Inseln im Pazifischen Ozean fand der Schnorchel-Ausflug statt. Das Foto zeigt eine der unbewohnten Inseln. 

Lüdenscheid – Der Journalist Karl-Otto Konopka aus Lüdenscheid ist während einer Reise zu den Galapagos-Inseln gestorben. 

  • Die Galapagos-Inseln sind ein Archipel aus mehr als 100 Inseln - nur fünf sind bewohnt
  • Auf einer Reise dorthin starb der Journalist Karl-Otto Konopka aus Lüdenscheid
  • Seine Leidenschaft war das Reisen - er hatte bereits 54 Länder besucht

Karl-Otto Konopka war als freier Mitarbeiter der Westfälischen Rundschau stadtbekannt, an seinem Wohnort Pöppelsheim engagierte er sich in der dortigen Bürgergemeinschaft. 

So fest er mit beiden Füßen auf dem Boden seiner westfälischen Heimatstadt stand, so sehr zog ihn die Sehnsucht in die Ferne. Auf einer seiner Reisen ist Karl-Otto Konopka unweit der Galapagos-Inseln gestorben. Er wurde 70 Jahre alt. 

Journalist Karl-Otto Konopka aus Lüdenscheid bereiste viele Länder

Jahrzehntelang hatte der gelernte Industriekaufmann mit seiner Lebensgefährtin die ganze Welt bereist – im Winter zum Skifahren in die Berge, im Oktober und November zu den abgelegensten Orten des Planeten. 

In seinem Haus in Pöppelsheim hängt eine Weltkarte. Nach jeder Reise markierte er die Länder mit einem roten Punkt, die das Paar erkundet hatte. 54 Länder waren es bis zu seinem Tod – darunter viele exotische Ziele in Afrika, Lateinamerika und Asien. 

Diese Weltkarte hängt im Haus von Karl-Otto Konopka in Pöppelsheim. Rot markiert sind dort die Länder, die er bereist hatte.

Seine letzte Reise führte ihn nach Ecuador in Südamerika. Zwei Wochen erkundeten er und seine Lebensgefährtin das Anden-Land. Höhepunkt sollte eine sechstägige Tour mit der Motoryacht vom Festland zu den Galapagos-Inseln werden. Nach einer Nacht auf dem Pazifischen Ozean erreichte die 15-köpfige Reisegruppe am 28. November das Naturparadies. 

Schorchel-Tour unweit der Galapagos-Insel endet tragisch

An einem Riff ankerte die Yacht für einen Schnorchel-Stopp. Auch Karl-Otto Konopka sprang mit Flossen, Neoprenanzug und Taucherbrille ins Wasser, um dort Meeresschildkröten zu beobachten. Kurz darauf bemerkten Mitreisende den leblosen Körper des Lüdenscheiders an der Wasseroberfläche. 

Zehn Stunden dauerte die Überfahrt zu einer der großen bewohnten Galapagos-Inseln. Während seine Lebensgefährtin die Heimreise antrat, organisierte die Reiseversicherung die Rückführung des Toten. Dennoch dauerte es bis zum 14. Dezember, bis der Leichnam in Deutschland eintraf. Der Weltreisende soll nun am kommenden Montag in Lüdenscheid beigesetzt werden. 

Karl-Otto Konopka war im Katastrophenschutz tätig

Karl-Otto Konopka wurde am 25. Oktober 1949 im Krankenhaus in Lüdenscheid geboren. Sein Elternhaus steht in Herscheid, dort verbrachte er auch seine Jugend. Bei Gustav Alberts in Herscheid machte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann. 

In Lüdenscheid machte er sich als Reporter der Rundschau einen Namen

Nach dem Wehrdienst war er ab 1973 im Katastrophenschutz tätig, zunächst beim Deutschen Roten Kreuz, anschließend als Sachbearbeiter für den Märkischen Kreis. 1977 wurde Karl-Otto Konopka Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands – ein Amt, das er bis 1979 innehatte. 

Karl-Otto Konopka war als freier Journalist für die Westfälische Rundschau in Lüdenscheid tätig. 

1980 machte sich Konopka mit einer Agentur für Foto, Presse und Werbung in Lüdenscheid selbstständig, war in der Folge aber fast ausschließlich für die Westfälische Rundschau als Freier Journalist tätig. In dieser Funktion wurde er stadtbekannt, berichtete über das rege Vereinsleben und gesellschaftliche Ereignisse in der Kreisstadt. Sein Autoren-Kürzel „kok“ wurde zu seinem Spitznamen.

Großes Engagement in der Bürgergemeinschaft Pöppelsheim

Karl-Otto Konopka verdiente sich als Werber für die Zeitungen der WAZ-Gruppe etwas dazu. 1992 schließlich wurde er von dem Essener Medienkonzern als Vertriebsleiter für Südwestfalen fest angestellt. Dort war er bis 2010 tätig. 

Bis zuletzt war Konopka in der Bürgergemeinschaft Pöppelsheim aktiv, wo er als Geschäftsführer und im Betriebsausschuss die Entwicklung der rund 200 Mitglieder zählenden Gemeinschaft vorantrieb. Zudem war der Lüdenscheider Gründungsmitglied der DLRG Herscheid und Mitglied im Angelsportverein Saubere Volme in Schalksmühle.

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