Met mit „Galahad“ in der Altstadt

Ein Herold wird die Attraktionen lautstark anpreisen.

Lüdenscheid - Klirrendes Metall, Trinkhörner, hier ein wollenes Wams, dort ein wallendes Kleid, Kettenhemden und Zierrat aus längst vergangener Zeit – Daheimgebliebene können sich am heutigen Sonntag auf eine Zeitreise ins Mittelalter begeben, gerne auch selbst passend gewandet. Von 12 bis 18 Uhr lädt der Altstadt-Verein zum 2. mittelalterlichen Familienfest rund um den Graf-Engelbert-Platz und die Erlöserkirche ein und hofft auf viele Besucher.

Das muntere Treiben in den engen Gassen dürfte in der Tat das Flair der Vergangenheit lebendig werden lassen. Viele Akteure seien schon aus dem Vorjahr bekannt, so die Veranstalter. Aber die Besucher erwarte auch neue Attraktionen. So tritt unter anderem die Laienspielgruppe „Die Pömpler“ mit selbst geschriebenen Stücken auf und will den ganzen Nachmittag für Spaß und Spannung sorgen. Die Fahnenschwenker des Bürger-Schützen-Vereins treten mehrfach in Landsknechtsuniformen auf, und Barde „Sigi“ zieht mit seiner Laute durch die Gassen.

Mittelalterliche Musik bietet die Gruppe „Galahad“. Die Kräuterhexe „Salomea von Kolchis-Iberia“ und die Wahrsagerin „Asa“ gewähren Einblick in ihre Künste.

Darüber hinaus werden auch alte Handwerksberufe vorgestellt. Sattler, Schmiede, Korbflechter, Schnitzer, Weber, Spinner, Töpfer und Goldschmiede zeigen ihr Können in den heute zum Teil gar nicht mehr bekannten Fertigkeiten.

Es gibt Ponyreiten und Bogenschießen. Auf dem Spielplatz an der Luisenstraße können Kinder zu Goldwäschern werden. Weitere Spaßstationen warten in den Gassen: Sackhüpfen, Kartoffellaufen, Kerzenziehen, Kinderschminken, Nagelbalken oder Kranzflechten.

Im mittelalterlichen Gewölbekeller des „Kleinen Prinzen“ werden Märchen und Geschichten vorgelesen, und in der Herzogstraße wird es einen Gruselkeller geben.

Erstmalig dabei sein werden die Waldschule des Hegerings sowie das Altenaer Drahtmuseum.

Für die kulinarischen Gelüste bieten einerseits die Altstadtgastronomen vor ihren Gaststätten diverse Speisen an. Anderseits gibt es auf dem Graf-Engelbert-Platz unter anderem Met, Kaffee, Kuchen, Waffeln, Würstchen, Spanferkel, Spieße, Braten, Käseplätzchen, Pizza, Flammkuchen und Brotvariationen aus einem historischen Backofen. Auch die Konditorei Weßling interpretiert das Thema auf ihre Weise. Norman Weßling, direkter Nachbar des mittelalterlichen Stadtkerns, bietet zum Anlass passend wieder sein mittelalterliches Stadtsiegel aus Edelmarzipan an, dem historischen Siegel mit Medardusmotiv von 1351 nachempfunden und nach überlieferter Handwerkskunst verfeinert.

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