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Fußballfest am Grundschultag: Tor-Express vom Wefelshohl triumphiert

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Von: Thomas Machatzke

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Stadtmeisterschaft Fußball Jubel Grundschule
Stadtmeister der Altersklasse D: Die Grundschule Wefelshohl setzte sich völlig verdient die Stadtkrone auf. © Ida Bieker

Was für ein Finale: In der letzten Minute des Endspiels schoss Fabian Vogel die Grundschule Wefelshohl mit seinem Treffer zum 4:3-Sieg gegen die Grundschüler vom Bierbaum zum Stadtmeistertitel. Danach gab’s kein Halten mehr, feierte die Mannschaft von Sandra Neumann ausgelassen ihren großen Coup.

Lüdenscheid – Es war ein verdienter Turniersieg und dazu ein würdiges Finale am großen Grundschultag auf dem Kunstrasen am Honsel. Ein Finale, in dem der Titelverteidiger sich so zäh gewehrt hatte, am Ende aber doch die erste und einzige Niederlage im Turnier hinnehmen musste.

Die Grundschule Bierbaum und die Grundschule Wefelshohl hatten sich bereits in der Vorrunde getroffen und mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. Punkte, die beiden Rivalen nicht wehgetan hatten, denn das Duo hatte die Gruppe B dominiert, daneben drei Siege eingefahren. Die Bierbaumer Kicker nicht gar so deutliche Siege, die Wefelshohler dafür umso dominanter: 11:1 gegen die Tinsberger Schule, 8:0 gegen die Otfried-Preußler-Schule und 7:0 gegen die GS Lösenbach – drei Ausrufezeichen auf dem Weg ins Halbfinale und zum Turniersieg.

Die Gruppe A sah die Adolf-Kolping-Schule ungeschlagen an der Spitze. Dahinter sicherte sich die Grundschule Wehberg mit zwei Siegen den Einzug in die Runde der besten vier Teams. Die Wehberger hatten diesen Einzug schon vor ihrer letztlich nicht mehr entscheidenden Niederlage im letzten Vorrundenspiel gegen die Knapper Schule sicher gehabt.

Fußballfest am Grundschultag: Tor-Express vom Wefelshohl triumphiert

Damit war die Bühne bereitet für zwei Halbfinalspiele, die beide auf ihre Art besondere Geschichten erzählten. Das Treffen der Grundschulen Wefelshohl und Wehberg war auch ein familieninternes Duell. Auf der einen Seite Sandra Neumann als Betreuungslehrerin der Wefelshohler Kicker, auf der anderen Seite Ehemann Carsten Neumann an der Seite von Sonja Marold auf der Bank der Wehberger Kicker.

„Am Mittwoch haben wir die Wefelshohler geschlagen“, hatte Carsten Neumann noch zu Turnierbeginn festgestellt. Am Mittwoch war es um den Kreismeistertitel der Grundschulen in der Leichtathletik gegangen. Die GS Wehberg in Hemer auf Rang eins vor Sümmern und der GS Wefelshohl. So hatte es ihm gefallen. Das Halbfinale am Honsel gefiel ihm weniger: Die Wefelshohler machten dort weiter, wo sie in der Vorrunde aufgehört hatten und gewannen 4:0.

Das ging so schnell, dass sie sich die Entscheidung auf dem Nebenplatz noch anschauen konnten. Dort standen sich ja in der Neuauflage des Endspiels der 31. Auflage im Mai 2019 die Grundschule Bierbaum und die Adolf-Kolping-Schule gegenüber. Zur Erinnerung: Ein Krimi war das Finale 2019 gewesen, an dessen Ende die Bierbaumer im Neunmeterschießen triumphiert hatten.

Bürgermeister Wagemeyer spricht mit Grundschülern
Bürgermeister Sebastian Wagemeyer eröffnete den Grundschultag und probte im Mittelkreis mit den Grundschülern die Welle. © Ida Bieker

Und diesmal? – Ging es natürlich wieder ins Neunmeterschießen. So sehr sich beide Seiten mühten – weder dem Team von Jens Kuhn noch dem Titelverteidiger wollten ein Tor gelingen. So kam es wie 2019: Max Hölscher, Janne Schnettler und Jonas Schmitz versenkten ihre Neunmeter für die Bierbaumer traumhaft sicher, die drei Schützen der Kolping-Schule dagegen fanden allesamt ihren Meister in Bierbaums Keeper Florian Vogelsang. 0:3 – das war deutlich, das tat weh. Doch Jens Kuhn war ein fairer Verlierer. „Die Bierbaumer hatten auch im Spiel die beste Chance, hätten eigentlich schon da das Siegtor machen müssen“, stellte er fest und verabschiedete sich als geteilter Dritter aus dem Turnier.

Danach wurde es stimmungsvoll: Wie in der Bundesliga zogen die Finalgegner, angeführt von Referee Detlev Dräger, in den neuen Trikotsätzen und zur Musik in die Arena ein. Und lieferten danach ein Finale, bei dem keine Wünsche offen blieben.

Jonas Schmitz brachte die Bierbaumer nach wenigen Sekunden 1:0 in Führung, doch danach rollte erst einmal der Wefelshohl-Express ungebremst über den Titelverteidiger hinweg. Nikita Klukowski, Gregor Szczygiel und Torschützenkönig Tristan Dwining machten aus dem 0:1 ein 3:1. Die Wefelshohler, nach dem Turnierverlauf der Favorit, waren zum Seitenwechsel auf Kurs.

Zuschauer beim Grundschulfußball
Auch die Eltern gingen am Freitag am Grundschultag begeistert mit und feuerten den Nachwuchs an. © Ida Bieker

Doch so leicht ließ sich der Titelverteidiger nicht abschütteln: Jonas Schmitz mit seinem Finaltreffern zwei und drei glich zum 3:3 für die GS Bierbaum aus. Wieder Neunmeterschießen? – Es war greifbar, als die Neumann-Truppe ein letztes Mal ihre Offensivqualität unter Beweis stellte: Nach einer schönen Kombination wehrte Florian Vogelsang die erste Wefelshohl-Chance noch ab, doch beim Abstauber von Fabian Vogel war er chancenlos. Ein Tor, das in der letzten Minute des Turniers der großer Opener für ein rot-weißes Freudenfest war.

Ich habe gehört, dass es da ein Duell Ehefrau gegen Ehemann gegeben hat. Aber da ist es wie im normalen Leben auch: Am Ende setzt sich eben die Frau durch.“

Dieter Dzewas zum Halbfinalduell Neumann gegen Neumann

Dieter Dzewas, Altbürgermeister und Schirmherr der 32. Schülerfußball-Stadtmeisterschaften, die in bewährter Manier von Sparkasse und Lüdenscheider Nachrichten in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportverband ausgerichtet wurden, überreichte den Champions vom Wefelshohl, wie sie via Lautsprecher angekündigt worden waren, den Siegerpokal. „Ich weiß, die Schulen brauchen immer mehr Platz“, stellte der Altbürgermeister aus langjähriger Erfahrung nicht ohne Süffisanz fest, „aber für diesen Pokal werden sie sicher ein schönes Plätzchen finden.“

Und auch einen Trost für einen der beiden Halbfinalverlierer hatte er abschließend noch parat. „Ich habe gehört, dass es da ein Duell Ehefrau gegen Ehemann gegeben hat“, bemerkte Dzewas mit Blick auf das Neumann-gegen-Neumann-Familienduell, „aber da ist es wie im normalen Leben auch: Am Ende setzt sich eben die Frau durch.“

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