Fürs Klima: Stadt setzt Heizpilz-Verbot und Gründachpflicht durch

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Symbolfoto

Lüdenscheid – Mit einem umfangreichen Klimapaket will die Stadt Lüdenscheid Klimaschutz und Nachhaltigkeit für sich und ihre Bürger in vielen Bereichen verpflichtend machen. Dabei geht es unter anderem um Dachbegrünung, ein Heizpilz-Verbot und eine autofreie Innenstadt.

Verbessert werden sollen die CO2 -Bilanz der Stadt sowie der ökologische Fußabdruck der Menschen, die hier leben. Entwickelt wurde dafür ein Aktionsprogramm, das ganz konkrete Ziele vorgibt. 

Etwa für die Bereiche Mobilität und Energieeffizienz, sowohl in Privathaushalten als auch in öffentlichen Gebäuden, sowie Biodiversität und Energieeinsparungen – letztere sollen durch ein Verbot von Steingärten und Heizpilzen erreicht werden. 

Und das bestenfalls nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch für Privathaushalte, wie Marcus Müller, Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsbeauftragter, und Hans Jürgen Badziura, Fachdienstleiter Umweltschutz und Freiraum, sagen. 

Die werden auch beim Hausbau in die Pflicht genommen: Ein Neubau muss laut Aktionsprogramm mindestens ein Passivhaus sein, Gründächer sollen zur Pflicht werden. 

Klimaschutzbeauftragter Müller sieht das hinsichtlich der Kosten als wenig problematisch an, wie er sagt: Immerhin gebe es günstigere und teure Varianten – insbesondere, was die Dachbegrünung angeht. Und: „Grundsätzlich denke ich: Wer heutzutage ein Einfamilienhaus baut, zahlt sowieso schon eine nicht geringe Summe.“ 

Ideen hat die Verwaltung auch, wie sie die Reaktionen der Bürger auf eine autofreie Innenstadt testen könnte: „Vielleicht machen wir mal einen Tag die Knapper Straße zu.“ Aber: „Wir müssen erst Angebote schaffen, bevor wir was wegnehmen. Ohne Alternativen funktioniert das nicht vernünftig.“

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