Feierstunde der Lüdenscheider CDU zur deutschen Einheit

„Fröhlicher Patriotismus“

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CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling, Björn Weiß (Stellvertretender Bürgermeister), Festredner Hendrik Wüst und Ralf Michael Schwarzkopf, Vorsitzender des Stadtverbandes (v.l.).

Lüdenscheid - „Herzlichen Glückwunsch Deutschland zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit!“ 25 Jahre Deutsche Einheit ließ die Lüdenscheider CDU am Samstag bei einer bewegenden Feierstunde in den Museen der Stadt hochleben.

Sehr gut besucht war die Festveranstaltung, in deren Mittelpunkt ein Vortrag von MdL Hendrik Wüst, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Nordrhein-Westfalen, zum Thema „Die Deutsche Einheit: Startschuss für einen neuen Patriotismus und prägendes Moment für eine ganze (Politiker-)Generation“ stand.

Die Rede von Bundespräsident Joachim Gauck beim zentralen Festakt zum 25. Jubiläum der Wiedervereinigung in Frankfurt thematisierte Ralf Schwarzkopf, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, in seiner Begrüßung. Von 1990 zur Flüchtlingskrise heute habe Gauck einen Bogen gezogen. Stellvertretend für alle, „die es geschafft haben, (vor Ort) für über 300 Flüchtlinge eine Aufenthaltsmöglichkeit zu schaffen“, dankte Schwarzkopf dem Beigeordneten Thomas Ruschin. „Christen in der DDR sind für mich Helden“, erklärte CDU-Mitglied Irmtraut Huneke, die ein geistliches Wort in die Feierstunde einbrachte. Sie hätten sich getraut zu beten in dem Wissen, dass da Spitzel sind, und zu demonstrieren in dem Wissen, dass sie ins Gefängnis kommen können.

Als „politisches Erweckungserlebnis“ bezeichnete Hendrik Wüst (Jahrgang 1975) die Ereignisse 1989/90, sprich den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung. Damals habe man auf den Schulhöfen nichts als Politik gehört. In dieser Zeit hätten sich die Menschen erstmalig wieder über etwas freuen können, was mit Deutschsein zu tun gehabt habe. Wie sich die deutsche Selbstwahrnehmung – lange von der dunklen NS-Vergangenheit überschattet – nach und nach in Richtung eines neuen Patriotismus verändert habe, zeigte er auf. Auch anfängliche Ablehnung der Wiedervereinigung und Ängste mancher Intellektueller (Günter Grass) kehrte er nicht unter den Tisch. An markanten Daten – 2005 („Wir sind Papst“) und 2006 (König Fußball) – machte er einen Einstellungswandel der Deutschen fest.

Heute werde die Wiedervereinigung positiv betrachtet. 78 Prozent der Deutschen würden sich bei freier Wahl der Staatsbürgerschaft wieder für Deutschland entscheiden. Ein selbstbewusster und fröhlicher Patriotismus könne helfen, die aktuellen Herausforderungen zu meistern.

Persönlich nahmen Hartmut Waldminghaus (50 Jahre), Norbert Adam, Willibald Fischer, Christiane Linden, Rita Schoska und Barbara Somborn – alle 40 Jahre in der CDU – bei der Feierstunde Ehrungen für langjährige Treue zur Partei aus den Händen von Björn Weiß entgegen. Mit Günther Scharfe (50 Jahre), Bernhard Hansmeyer, Joachim Lutz, Gabriele Wolframm und Friedrich Wilhelm Wolframm sowie Herbert Zimmer (40 Jahre), ferner Renate Bielinsky, Rüdiger König und Dr. Hans-Christoph Hartung (25 Jahre) hat die Partei weitere treue Mitglieder in eigenen Reihen.

Musikalisch umrahmte der Lüdenscheider Männerchor die Feierstunde mit klassischer und moderner Chorliteratur. Mit Schubert-Liedern, einem vertonten Friedensgebet und dem deutsch-deutschen Erfolgslied „Über sieben Brücken musst du gehen“ – eindrucksvoll umgesetzt – verlieh der Chor der Feierstunde unter Leitung von Stefan Scheidtweiler einen festlichen Anstrich. Mit einem Umtrunk und Häppchen klang die Feierstunde aus.

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