Frischer Wind durch Knapp e.V.

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Birgit Meier-Böke (l.) und Beate Paga (r.) vom Knapp e.V. hießen Friseurmeisterin Annegret Finke nach deren Umzug mit einem Blumenstrauß und einem Aufnahmeantrag willkommen.

Lüdenscheid - Neue Köpfe, dazu ein erweitertes Konzept, frische Ideen – und jetzt auch der ersehnte Eintrag ins Vereinsregister: der Knapp e.V. wirbt mit Schwung um neue Mitstreiter und gewinnt mit „Neuankömmling“ Annegret Finke und ihrem Friseursalon das 25. Mitglied hinzu. Das stimmt den Vorstand optimistisch. Aber bei 110 Gewerbetreibenden im Quartier, gibt Pressesprecherin Beate Paga zu, „ist noch viel Luft nach oben“.

Als Annegret Finke ihren Salon nach dem Auszug aus dem Forum am Sternplatz am 15. Mai an der Knapper Straße eröffnete, war eine weitere Aufwertung der früher populären Einkaufsmeile vollzogen. Und für den Vorstand des vergleichsweise jungen Händler-Vereins war klar: Die muss mitmachen! So besuchten Beate Paga und Schriftführerin Birgit Meier-Böke die Handwerksmeisterin mit einem dicken Blumenstrauß als Willkommensgruß. Und brachten gleich einen Aufnahmeantrag mit.

Dass Annegret Finke sich nicht lange zierte, das Formular ausfüllte und unterschrieb, unterscheidet sie von vielen anderen Gewerbetreibenden am „Knapp“. Denn einerseits sind 30 Euro Monatsbeitrag für einen Händler – und 15 Euro für passive Mitglieder – nicht gerade unerschwinglich. Andererseits tun sich nach Beate Pagas Worten besonders ausländische Händler „im Moment noch schwer“, sich der neuen Initiative anzuschließen. „Dabei leben sie mitten unter uns und verdienen mit deutschen Kunden ja auch ihr Geld“, so die Werbe-Fachfrau. „Sie gehören einfach dazu, und Multikulti hat viele positive Seiten“. Ein weiteres Problem besteht in Leerständen, die der Verein aktuell auf zehn bis 15 Prozent schätzt.

Zum neuen Konzept gehört als Kernstück der Anspruch, nicht allein die Knapper Straße, sondern das ganze Quartier zwischen Christuskirche und Bahnhof gleich mit zu beleben. In einem vergrößerten Gebiet, sagt Birgit Meier-Böke, müsse die Last aber auch auf möglichst viele Schultern verteilt werden. „Es können sich nicht nur Händler anschließen, auch Hauseigentümer oder Mieter und alle, denen etwas am ‘Knapp’ liegt, sind bei uns willkommen.“ Mitgliedsanträge gibt es in der Wüstenrot-Beratungsstelle im Haus Nr. 16, im Optiker-Fachgeschäft Meier-Böke im Haus Nr. 43 sowie im Stadtumbaubüro in der Nr. 41.

Die Mitglieder des Knapp e.V. treffen sich an jedem ersten Mittwoch des Monats um 19 Uhr im Sitzungssaal der AOK an der Ecke Knapper/Lösenbacher Straße. In Sachen Marketing werden sie beraten von der Firma „Parnemann media“. Die Zusammenkünfte haben schon erste Ergebnisse gebracht. So soll das nächste „Summernight Shopping“ bis 22 Uhr am 14. August stattfinden – begleitet von Aktionen der Händler, Bewirtung der Gäste vor den Geschäften, Live-Musik, Kinderbelustigung und vielem mehr. Neben regelmäßigen Aktionen wie etwa einem Tulpenfest will der Vereinsvorstand langfristig auch für eine optische Auffrischung des Quartiers sorgen. Beate Paga: „Und wie sollte das in der Stadt des Lichts besser gehen als mit einer schönen Beleuchtung?“

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