Schöneck: Integrationszentrum dank Förderung

Gut 1,3 Millionen Euro für eine friedvolle Begegnungsstätte

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Die ehemalige Grundschule Schöneck soll zu einem Integrationszentrum und einer Begegnungsstätte werden.

Lüdenscheid - Es ist zwar nur eines von drei konzipierten Projekten aus Lüdenscheid in die Landesförderung zur Integration von Flüchtlingen gekommen, aber angesichts der Vielzahl der Anträge ist Lothar Matzner, Leiter der Servicestelle Finanz-, Förder- und Vergabemanagement, keineswegs enttäuscht.

„184 Kommunen haben Förderungen für diesen Zweck beantragt. Da können wir schon zufrieden sein, dass Lüdenscheid mit 1.333.200 Euro berücksichtigt worden ist.“

Wie berichtet, stehen für das Sonderprogramm 72 Millionen Euro zur Verfügung. Gestellt wurden Anträge in einer Höhe von rund einer halben Milliarden Euro. Das macht die Dimensionen des Bedarfs mehr als deutlich.

In der ehemaligen Grundschule sollen mit den anvisierten gut 1,3 Millionen Euro ein Integrationszentrum und eine friedvolle Begegnungsstätte inklusive einem Stadtteilbüro entstehen. Mitarbeiter der Stadt sollen laut Konzept die Stabsstelle Integration bilden – zwei Sozialpädagogen für die Integration von Flüchtlingen, eine pädagogische Integrationsfachkraft in der offenen Kinder- und Jugendarbeit und geschulte Kräfte aus dem Bundesfreiwilligendienst.

Da sich die Flüchtlingsinitiative sehr stark in die Betreuung der Flüchtlinge eingebracht hat, sollen auch die Ehrenamtlichen am Schöneck Raum für Austausch, Kommunikation mit anderen Gruppen und Schulungsmöglichkeiten erhalten. Insbesondere Mitglieder ausländischer Vereine hätten bereits Interesse angemeldet, Flüchtlinge zu unterstützen. Bislang aber fehlte es an geeigneten Räumen. In dem Schulgebäude ist eine Sozialbetreuung und die Koordinierung geplant. Ein Stadtteilbüro zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe könne ebenfalls weiterentwickelt werden. Hierzu werde ein Verfügungsfonds in Höhe von jährliche 35 000 Euro geplant. Die Summe ergebe sich aus den Einwohnern der Stadtteile Oeneking und Stüttinghausen – 7000 x 5 Euro. Hiervon sollen Stadtteilfeste, Stadtteilcafes, gruppenspezifische Angebote für Kinder, Frauen oder Senioren, aber auch Projekte, wie öffentliche Ausstellungen rund um die Kulturen entstehen. 

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