„Friedrichshof“ und „Zum Spieß“ schließen

Die Altstadtgaststätte „Zum Spieß“ schließt zum Wochenende, ebenso der Friedrichshof. Zwischen Vermieter und Mieter gibt es unüberbrückbare Differenzen

LÜDENSCHEID ▪ In der Altstadtgaststätte „Zum Spieß“ und dem „Friedrichshof“ gehen am Wochenende die Lichter aus. Mit hohen Miet- rückständen von mehreren zehntausend Euro begründete Vermieter Horst Hellerforth die Kündigung der beiden Mietverhältnisse.

„So kann man als Kaufmann nicht arbeiten. Das ist ein Trauerspiel. Ich hätte schon viel eher die Notbremse ziehen müssen“, sagt er und meint damit Petra Schöttler, die im Frühjahr 2008 das Altstadtlokal und im Oktober 2009 die Traditionsgaststätte „Friedrichshof“ übernommen hatte. „Wir hätten das aufgefangen“, ist die 40-Jährige sicher und zeigt auf volle Auftragsbücher: „Allein 29 Stammtische treffen sich im Spieß, dazu mehrere Vereine. Geburtstagsfeiern stehen an und selbst für Weihnachten sind wir schon ausgebucht. Jetzt muss ich allen absagen. Das trifft mich und mein zehnköpfiges, sehr motiviertes Team sehr.“ Zahlungsschwierigkeiten räumt Petra Schöttler ein. Sie resultierten aus Altlasten der ebenfalls seit Mitte des vergangenen Jahres von ihr betriebenen Freibad-Gaststätte in Werdohl-Ütterlingsen. „Aber in Lüdenscheid lief alles gut und wir haben viel investiert. Immerhin stand der Spieß ja vorher zwei Jahre leer. Das geht jetzt alles kaputt.“ Wann und wie es mit den Lokalen weitergeht, steht nach Angaben von Horst Hellerforth noch nicht fest.

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