Friedliche Demonstration gegen „Pro NRW“

LÜDENSCHEID ▪ Sie befinden sich auf einem „Kreuzzug für das Abendland“, nennen sich die wahre Bürgerbewegung, die bürgerliche Kraft schlechthin, warnen vor einer „Islamisierung“ und einer „Überfremdung durch Migranten“, setzen auf das „Wegsperren von Intensivtätern“ und einen „demokratischen Dialog“.

Wie der aussieht, demonstrierten gestern Nachmittag zehn Vertreter der Partei „Pro NRW“ auf einer Wahlveranstaltung in Lüdenscheid. Sollte der Reisebus zunächst auf dem Sternplatz Halt machen, so zwang der Wochenmarkt dazu, auf den Platz am Rosengarten auszuweichen. Aber auch bis dahin schaffte es die kleine Truppe um Hauptredner Patrik Brinkmann, Jörg Uckermann und Bernd Schöppe nicht, denn rund 100 Demonstranten, zum größten Teil aus der Antifa und der Lüdenscheider Friedensgruppe, versperrten schon am Wendehammer auf der Schillerstraße den Weg. Ein Aufgebot von rund 50 Polizeikräften trennte die Parteien voneinander. „Nazis raus“-Rufe der Demonstranten trafen auf Beschimpfungen der „Pro NRW“-Vertreter, wobei sich besonders Schöppe hervortat.

Weitere Bilder von der Demonstration

Demo im Rosengarten

Einige Demonstranten kassierten Anzeigen wegen Beleidigung. Ansonsten stellte sich der „demokratische Dialog“ der Bürgerbewegung, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft wird, als eine Aneinanderreihung von lauthals aneinander gereihten Sprüchen heraus. Dazu kamen dumpfe Musikeinlagen und verbales Einprügeln auf die Protestler – „Gesockse“, „Straßenmob“. „Faschisten“. Ob die politischen Botschaften ankamen, blieb offen: Ein Rentner, von den LN befragt, ob er „Pro NRW“ kenne, meinte nur: „Nee, ich bin doch Lüdenscheider.“

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