Friedhof Brügge: Suche nach „christlicher“ Lösung

Der Kirchenvorstand muss über die Zukunft des Brügger Friedhofes entscheiden.

LÜDENSCHEID ▪ Das Thema ist heikel, die Situation schwierig und eine Entscheidung noch längst nicht getroffen: Der katholische Friedhof Brügge ist sozusagen pleite, eine Schließung nur eine Frage der Zeit. Aber wie man dabei vorgehen kann, welche Interessen gewahrt werden müssen, und mit wessen Hilfe man die Lage vielleicht etwas entschärfen kann – mit diesen Themen haben sich jetzt die Brügger befasst. Es habe ein Treffen gegeben, sagte auf LN-Anfrage Dechant Johannes Broxtermann, und viele seien gekommen: „Die Frage geht an die Nieren. Man kann das nicht technokratisch regeln.“

Die Fakten sind klar. Zu wenig Geld, auch wegen zu geringer Bestattungszahlen, sowie eine schrumpfende und immer älter werdende Gemeinde machen eine Konzentration der Aufgaben dringend erforderlich. Die Gefühlslage der Brügger ist aber auch klar: Man kann und will Ehepaare im Tode nicht trennen. In 24 Fällen, so hat man herausgefunden, müsse man noch eine Beisetzung ermöglichen. Neubelegungen solle es allerdings nicht mehr geben. Auch so würde sich eine Schließung um Jahrzehnte nach hinten verschieben. „Doch das ist die menschenfreundlichste, die christlichste Lösung“, findet Dechant Broxtermann. Deshalb werde man dem Brügger Kirchenvorstand diesen Vorschlag zur Entscheidung vorlegen. Der tagt in diesem Jahr noch einmal, ob die Entscheidung dann aber schon fällt, ist nicht sicher.

Zugleich wollten die Brügger aber auch selbst dazu beitragen, dass der Gottesacker die erforderliche Zeit noch überlebt. Ein neu gebildeter Arbeitskreis Brügger Friedhof mache sich, so Broxtermann, gemeinsam mit dem Friedhofsausschuss Gedanken, wie mit Eigenleistungen – beispielsweise bei der Pflege des Geländes – die laufenden Kosten reduziert werden können.

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