Kundgebung in Lüdenscheid

Fridays for Future: Polizei erwartet hunderte Demonstranten auf Sternplatz

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Lüdenscheid - Am Freitag, den 20. September, wird zwischen 10 und 11.30 Uhr in Lüdenscheid zum zweiten Mal eine Fridays for Future-Demonstration stattfinden – im Rahmen der Aktion „Globaler Klimastreik“. Die Organisatoren und die Polizei rechnen mit rund 600 Teilnehmern.

Auch die Gewerkschaften haben zu dem Klimaprotest aufgerufen. Bündnis 90/Die Grünen hatten gefordert, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) am Freitag auf den symbolischen Preis von 1 Euro zu senken. Dadurch solle den Teilnehmern eine möglichst umweltfreundliche Anreise ermöglicht werden.

Jochen Sulies, Pressesprecher der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) teilte auf Anfrage mit, dass eine solche Preissenkung nicht ohne Weiteres möglich sei, weil die MVG Teil des Westfalentarifs ist.

Dessen Pressesprecher Uli Beele erklärt: „Wir leben in einer Zeit, in der fast jeden Tag Forderungen gestellt und auf das politische Tableau gehoben werden. Das ist auch gut, denn so bleibt der ÖPNV im politischen Fokus. Wir können jedoch nicht auf jede der Forderungen eingehen.“ Allerdings sei am Freitag ohnehin Weltkindertag und Bus und Bahn aus diesem Grund für alle unter 15-Jährigen kostenlos.

Der Protestmarsch soll am Freitagmorgen in der Innenstadt beginnen. Los geht es ab 10 Uhr auf dem Sternplatz. von dort aus ziehen die Klimaaktivisten über die Knapper Straße in Richtung der Provinzialversicherung. Von dort aus geht es weiter über die Bahnhofstraße, die Altenaer Straße, dann über die Thünen- und die Corneliusstraße bis zur Werdohler Straße Ecke Loher Straße.

Letzte Etappe auf dem Weg zurück zum Sternplatz ist die Wilhelmstraße. Zum Abschluss ist eine Kundgebung auf dem Sternplatz geplant. Polizeisprecher Christoph Hüls rechnet mit einer friedlichen Demonstration. „Wir werden mit einigen Beamten vor Ort sein, die sich aber im Hintergrund halten werden, um den Verkehr abzusichern.“

An den Schulen gibt es keine Sonderregelung zur Teilnahme an der Fridays for Future-Aktion. Dieter Utsch, Schulleiter des Bergstadt-Gymnasiums, erklärte auf Anfrage: „Die Schüler vom Unterricht freizustellen, würde ja auch die Idee Fridays for Future untergraben, bewusst für den Klimaschutz Fehlstunden in Kauf zu nehmen.“

Utsch lobt das Engagement der Schüler: „Die Demos haben schon viel bewegt und angestoßen. Dennoch ist es unsere Aufgabe, die Schulpflicht zu überwachen."

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