Freunde italienischer Kultur feiern „25-Jähriges“

+
Diese zehn Männer und Frauen gehörten zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. Dafür wurden sie während der Feier mit Präsenten geehrt. ▪

LÜDENSCHEID ▪ 25 Jahre Verein der Freunde italienischer Kultur Lüdenscheid – dieses Ereignis würdigten Mitglieder, zahlreiche Gäste und Freunde mit einer festlichen Feier im Kulturhaus, die stimmungsvoll vom Opera Swing Quartett eingerahmt wurde.

Begrüßende Worte gab es vom Vorsitzenden Peter Benninghaus, der das Quartett vorstellte, das mit diesem Auftritt ebenfalls ein kleines Jubiläum feiert: Es war zum10. Mal in Lüdenscheid zu Gast. Mit Wolfgang Heinzel am Klavier, Wolfgang Weht an der Klarinette, Peter Czerny am Bass sowie Rainer Engelhardt am Schlagzeug gab es selbst arrangierten Swing, vornehmlich als Potpourri aus verschiedenen Stücken italienischer Komponisten, von denen sie zwei erstmalig zu Gehör brachten. Dabei ist das Mischen verschiedenen Stilrichtungen ebenso launig wie verblüffend und zugleich Markenzeichen dieser abwechslungsreichen Band.

Grußworte hatte die Präsidentin der Deutschen italienischen Gesellschaft (DIG) Rita Marcon-Grothausmann mitgebracht, die die intensive und gute Zusammenarbeit mit dem Lüdenscheider Verein herausstellte. „Und auch in Zukunft steht die DIG Ihnen mit Rat und Tat zu Seite“, versprach sie. Konsul Dr. Alfredo Casciello vom Konsulat in Dortmund ermutigte die Anwesenden, Europa nicht nur als Krisenherd zu sehen: „Europa, das sind wir, die Beziehungen von Menschen aus verschiedenen Ländern zueinander“. Der Verein habe im Miteinander deutscher und italienischer Mitbürger viel geleistet. Diese Gedanken griff auch Landrat Thomas Gemke auf: Europa, das sei zuerst das Pflegen von Beziehungen von Menschen aus verschiedenen Kulturen.

Mit eindrucksvollen Bildern erinnerte Dr. Aldo de Luca an 25 Jahre Vereinsgeschichte. Es waren zwei Ereignisse, die ihn in den 1970er Jahren prägten und letztlich zur Gründung führten: der Analphabetismus sowie die Perspektivlosigkeit von italienischen Mitbürgern in Deutschland. Das wollte er ändern und setzte sich für Bildung seiner Landsleute ein. Am 30. Juli 19. Juli 1980 kamen schließlich 30 Menschen im Gasthaus „Zum Schweijk“ zusammen, um den Kulturverein zu gründen, der auf vielerlei Weise durch Vorträge, Koch-und Sprachkurse, Reisen, Feste und Feiern, Filmabende, Theater und Musik italienische Kultur in Deutschland greifbar macht. Zehn dieser Gründungsmitglieder sind immer noch dabei und wurden im Laufe der Feier mit Präsenten und einer Kopie der Gründungsurkunde geehrt. Dies sind Thomas und Brigitte Baberg, Sigrid Bialas, Barbara Brauckmann, Hans und Beate Ebke, Uta Pflug, Hans Gerhard und Angelika Seisler, Ulrich Waimann sowie Dr. Aldo de Luca.

Bei italienischen Speisen gab es dann für die Anwesenden nochmals musikalische Köstlichkeiten mit dem Opera Swing Quartett. ▪ Yasmin Alijah

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare