Freude an der neuen Aufgabe

Das Team der Suchtkrankenberatungsstelle des Diakonischen Werkes im Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg (v.l.): Sonja Middendorf, die „Neue“ Ulrike Lienenkämper, Andrea Bäcker, Monika Triffo und Peter Nehrenheim

LÜDENSCHEID ▪ Die Suchtkrankenberatungsstelle des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg hat eine neue Mitarbeiterin: Ulrike Lienenkämper nimmt seit dem 3.

Mai die Anrufe von Ratsuchenden im Sekretariat der Einrichtung entgegen. „Das ist eine Tätigkeit, die viel Fingerspitzengefühl verlangt“, beschreibt Rolf Puschkarsky, Öffentlichkeitsreferent beim evangelischen Kirchenkreis, die besondere Anforderung an die Stimme für die Erstkontakte. Sie müsse den Anrufern die Gewissheit geben „Hier bin ich gut aufgehoben.“ Die Beratungsstelle bemühe sich um zeitnahe Termine mit den Anrufern, um zu klären, ob diese in der Beratungsstelle für legale Süchte aller Art überhaupt an der richtigen Adresse seien.

„Nach einer Woche habe ich schon gemerkt, dass mir das ungeheuer viel Spaß macht“, freute sich Ulrike Lienenkämper über den beruflichen Neustart. Die 44-Jährige stammt aus Bochum, wohnt derzeit in Neuenrade und hat zwei Söhne. Nach Ausbildungen zur Rechtsanwalts- und Notargehilfin und zur Versicherungsfachfrau wagte sie „einen kompletten Neustart“. „Verwaltungstätigkeiten waren schon immer mein Ding.“

Ihre beratenden Kollegen stellen derzeit eine Zunahme der Spielsucht fest. Viele jüngere Menschen, deren Leidensdruck aber oftmals noch keine Therapiewilligkeit zur Folge habe, seien zudem in der Internet- und Computersucht gefangen. „Spieler sind schwer zu packen, die spielen auch mit ihrem Leben“, beschreibt Andrea Bäcker das schwierige Therapie-Geschäft. Zur Zielgruppe der Einrichtung gehörten aber gleichermaßen die Angehörigen von Süchtigen, und die „bleiben manchmal länger bei der Stange“. So wie Alkoholikern oft Co-Alkoholiker zur Seite stehen, werden in anderer Weise süchtige Familienangehörige ebenfalls oft ohne Aussichten auf Besserung gestützt. ▪ thk

Die Beratungsstelle hat die Telefonnummer 0 23 51/ 90 74 57

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