Polizist zum Trickbetrug

"Fremden gegenüber immer misstrauisch sein"

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Jürgen Pretzlaff, Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis

Lüdenscheid - Immer wieder werden Menschen im Märkischen Kreis Opfer von Trickbetrügern. Der erste Kontakt ist meist telefonisch. Wir sprachen mit Polizeisprecher Jürgen Pretzlaff, wie man sich schützen kann?

Wann sollten Angerufene misstrauisch werden?

Jürgen Pretzlaff: Grundsätzlich gilt, dass man immer Fremden gegenüber misstrauisch sein sollte. Persönliche Daten von sich sollte man niemals am Telefon einer unbekannten Person preisgeben. Erst recht misstrauisch sollte man sein, wenn man die Mitteilung über einen Gewinn erhält, aber an keinem Gewinnspiel teilgenommen hat. Seriöse Gewinnspiele verlangen keine Vorleistungen. 

Warum ist es so schwierig, die Betrüger dingfest zu machen? 

Pretzlaff: Die Täter verwenden für ihre Anrufe spezielle Technik, die es ermöglicht, auf der Rufnummernanzeige der Telefone ihrer Opfer eine andere Nummer anzuzeigen. Zudem agieren diese Tätergruppen aus dem Ausland, überwiegend nach bisherigen Erkenntnissen aus der Türkei. Dies erschwert die polizeiliche Ermittlungsarbeit erheblich. 

Welche Informationen sollten sich Opfer notieren? 

Pretzlaff: Existierendes Datenmaterial – wie E-Mails, Chat-Verläufe in Messenger-Diensten, digitale Fotos oder Videos – sind wichtige Beweismittel, die man bis zum Kontakt mit der Polizei komplett unverändert lassen sollte. Wer technisch versiert ist, sollte diese Beweismittel abspeichern, ausdrucken oder per Screenshot sichern. Bei Anrufen ist es hilfreich, sich Notizen zur Anrufzeit, zum Namen und Unternehmen des Anrufers, der eingeblendeten Rufnummer und dem Gesprächsablauf zu machen.

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