Freitagabend gehört das Kulturhaus den Wortakrobaten

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Klaus Urban, Slammer-Urgestein, kämpft am Freitagabend um den Jahressieg.

Lüdenscheid - Der Prinzip des Slams hat sich seit den 80er-Jahren nicht verändert: Keine Verkleidungen, keine Instrumente, ausschließlich selbstgeschriebene Texte. Das Publikum kürt via Applaus oder Punktetafeln einen Sieger. Allerdings ist diese Kunstform aus den ursprünglich dunklen Bar und Kneipen ins Blickfeld einer breiten Öffentlichkeit gerückt.

Freitagabend ab 20 Uhr zieht die Slam-Gemeinde um aus dem Stammlokal Dahlmann hinein in den großen Saal im Kulturhaus. Hier treten dann sechs Poeten im Kampf um die Trophäe des Abends an – die „Goldene Feder“. Der Gewinner des „World of Wordcraft-Finales“ 2014 qualifiziert sich direkt für die Poetry Slam-Meisterschaften in Nordrhein-Westfalen.

Moderiert wird die Veranstaltung einmal mehr durch den gebürtigen Lüdenscheider Marian Heuser, selbst Slammer. Er machte in der Bergstadt in den vergangenen Jahren den Poetry Slam gesellschaftsfähig. „Poetry Slam ist keine Berieselung, sondern etwas Interaktives“, sagt er über diese Form des Vortrages. Für das Finale haben sich folgende Poeten qualifiziert: Vorjahressieger und St. Ingberter Pfanne-Gewinner Renè Sydow (Witten), Klaus Urban (Hannover), Sascha Mühlenbeck (Bremen), Lisa Schöyen (Bremen), Nick Pötter (Berlin) und Maximilian Humpert (Köln). Einen außer Konkurrenz auftretenden musikalischen Act wird es ebenfalls geben. Der Berliner Liedermacher Jan Koch wird mit Fingerpickings und Wortwitz den Abend beginnen.

Seit Mai gibt es – erstmals in der Geschichte des Poetry Slams – für den siegreichen Bühnenpoeten ein Preisgeld, bereitgestellt von den Lüdenscheider Nachrichten. Außerdem druckt unsere Zeitung einen der Gewinnertexte ab. Das Reglement an einem solchen Abend ist denkbar einfach.

Die Autoren haben jeweils sechs Minuten Zeit, ihre selbst verfassten Texte vorzutragen. Instrumente, Verkleidungen oder andere Hilfsmittel sind verboten, es zählt nur der reine Vortrag. Das Publikum ist die Jury und bewertet mittels Applaus und Punktetafeln die gehörten Beiträge.

Für die Veranstaltung am Freitagabend gibt es noch Karten zu Preisen von neun, ermäßigt sieben Euro zuzüglich zehn Prozent Vorverkaufsgebühr an der Theaterkasse des Kulturhauses und – nach Vorrat – noch an der Abendkasse vor der Veranstaltung.

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