Freisprechungsfeier mit „besonderem Charme“

Obermeister Johannes Wortmann (r.) verabschiedete den langjährigen Geschäftsführer der Innung Jürgen Schürmann.

Lüdenscheid - „Wenn du liebst, was du tust, wirst du in deinem Leben nie wieder arbeiten“. Mit diesen Worten von Konfuzius begrüßte Roland Krebs, Mitglied der Geschäftsführung der Volksbank, die Anwesenden, die zur Freisprechungsfeier der Tischler gekommen waren.

Mit einem Notendurchschnitt von glatt Zwei verabschiedete sich die zweitbeste Ausbildungsgruppe seit 1991 aus ihrer Lehrzeit. „1000 Unterrichtsstunden liegen hinter euch, und die Zeit war nicht immer einfach“, wandte sich Klassenlehrer Christian Krämer in seiner Rede an die 16 Absolventen. Er begab sich mit den Anwesenden auf einen Streifzug durch drei Jahre Ausbildung und fand für jeden einzelnen Ex-Auszubildenden persönliche Worte. So hatte eine angehende Tischlerin den Handy-Bedien-Rekord im Unterricht aufgestellt. Andere waren tiefgründig im Nachfragen von Sachverhalten, fleißig, ruhig und arbeiteten genau. „Hier liegt eine Voraussetzung für euren Erfolg“, schloss er.

MdL Gordan Dudas zollte den jungen Tischlern Respekt: „Wir sitzen auf Stühlen, öffnen Schränke. Ohne Sie geht es nicht“. In wirtschaftlichen Zeiten mit Höhen und Tiefen sei es wichtig, dass die jungen Tischler Stärken entwickelten, die jetzt vielleicht noch in ihnen schlummerten: „Letztlich kommt es darauf an, in Krisen die Kraft aufzubringen, dennoch etwas aus seinem Leben zu machen“. Johannes Wortmann, Obermeister der Tischler-Innung MK, machte auf Modernisierungen im Handwerk aufmerksam. „Suchen Sie auch neue Wege, kein Land auf dieser Erde bietet eine so gute Ausbildung wie Deutschland. Aber gehen sie nicht alle ins Ausland“. Südwestfalen biete gute Zukunftschancen. Die Zeugnisausgabe übernahm Krämer, die Gesellenbriefe überreichte der Lehrlingswart und Vorsitzende des Prüfungsausschusses Jochen Harte. Im Anschluss folgte ein großer und wichtiger Moment der Feier: die Freisprechung der jungen Gesellen, die Harte vornahm. Für alle hielt Wortmann Präsente bereit. Als Beste des Jahrgangs kristallisierten sich Jonas Gricius (1. Platz), Daniel Brugger (2. Platz) sowie Timo Trattner (3. Platz) heraus, die für ihre hervorragenden Leistungen mit Präsenten geehrt wurden.

Im Rahmen der Feier wurde Schürmann in den Ruhestand verabschiedet. Wortmann bedankte sich bei dem scheidenden Geschäftsführer der Tischler-Innung MK für 30-jährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Schürmann habe vor allem bei der Fusion der Nord- und Südinnung vor einigen Jahren zur Innung MK entscheidend mitgewirkt.

Zum Schluss griff Dirk Jedan, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft spontan zum Mikrofon: „Freisprechungen sind immer etwas Besonderes. Aber diese hier hatte besonderen Charme“. Mit der persönlichen Würdigung jedes einzelnen Ex-Auszubildenden und vielen teilnehmenden Handwerkern, Ausbildern, Familienmitgliedern und Freunden wurde es eine bewegende Feier in den Räumen der Volksbank, die mit einem Prosit auf die jungen Tischler und Gesprächen an den Tischen ausklang.  - von Yasmin Alijah

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare