Freisenberg: Heftige Kritik an katastrophaler Verkehrslage

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Markus Bellebaum hat die derzeitige „katastrophale Verkehrssituation“ am Freisenberg auch auf Bildern festgehalten.

Lüdenscheid - Morgens und zum Feierabendverkehr wird derzeit die Geduld der Autofahrer im und um das Gewerbegebiet Freisenberg stark strapaziert. Die Sperrung der Straße Im Grund und parallel der Ausbau des Römerwegs sorgen für lange Staus.

Markus Bellebaum, Pendler aus Iserlohn, hat sich in einem offenen Brief an die Stadtverwaltung über die „katastrophale Verkehrssituation am Freisenberg“ beschwert. Wie berichtet, wird die Straße Im Grund durch den Landesbetrieb Straßen.NRW erneuert, die Baustelle Römerweg ist eine städtische Maßnahme. „Dies hat nun zur Folge, dass sich der Fahrzeugverkehr aus dem gesamten Industriegebiet mit seinen etlichen Betrieben und noch mehr Mitarbeitern ausschließlich durch eine Ampelanlage mit veralteter und überforderter Technik in die Heedfelder Straße quälen muss“, ärgert sich Bellebaum. Morgens stauen sich die Fahrzeuge, die von der Heedfelder Straße nach links ins Industriegebiet abbiegen, vor der Ampel. Der Stau reiche weit bis auf die L 692, den Zubringer von der A  45. Nachmittags stehen die Autos weit bis ins Industriegebiet hinein. „Wer in der Verwaltung ist für die Koordination der Baustellenplanung verantwortlich“, fragt Bellebaum. „Was hier gerade passiert, grenzt an Schikane.“ Die Leistungen der Ampelanlagen sei zwar etwas verbessert worden, aber bei weitem nicht ausreichend. Zudem schlägt der Iserlohner vor, die Sackgasse Im Wiesental für Rechtsabbieger in Richtung Autobahn zu öffnen und die Durchfahrt vom Kreisverkehr Freisenbergstraße in den Römerweg zu erlauben.

Dieter Rotter, Fachdienstleiter Bauservice, erklärte, natürlich sei die Situation äußerst unbefriedigend. Aber so einfach sei die Koordinierung der Maßnahmen nicht gewesen. Eigentlich hätten sie hintereinander ablaufen sollen, zuerst die des Landesbetriebs für die Straße Im Grund, auf die die Stadt keinen Einfluss habe, danach der Römerweg, der seit langem geplant gewesen sei. Eine Verschiebung hätte bedeutet, dass der Römerweg erst im nächsten Jahr hätte in Angriff genommen werden können. Aber Aufträge seien schon erteilt gewesen. An der Verlängerung der Ampelphasen arbeite man. Ein Ende der angespannten Situation sei aber in Sicht. In zwei Wochen solle die Straße Im Grund fertig sein. Vor der ist übrigens auf der Heedfelder Straße die Ampel trotz Sperrung noch in Betrieb: „Auch so ein Unsinn“, ärgert sich Bellebaum.

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