Stadtjugendring organisiert Aktion zum zweiten Mal

„Freiräume für dich“: Ein Nachmittag ohne Schule

Freuen sich auf die „Freiräume“: Dierk Gelhausen von der Stadtverwaltung, Stefanie Schröder, Stefan Schick und Dietrich Vehse vom Stadtjugendring sowie Christiane Langs-Blöink, Leiterin der Theodor-Heuss-Realschule (von links).

Lüdenscheid - Freiräume – das Wort hat für viele wohl einen verlockenden Klang. Da mag es gar keine so große Überraschung gewesen sein, dass immerhin knapp 700 Schülerinnen und Schüler eine gleichnamige Offerte des Lüdenscheider Stadtjugendrings (SJR) im vorigen Jahr nutzten und einen spannenden Nachmittag erleben. Angesichts der guten Resonanz drängt sich eine Wiederholung des Projekts förmlich auf.

Und die wird es dieses Jahr tatsächlich geben. Der Aktionstag „Freiräume für dich“ steht dabei am Mittwoch, 29. Juni 2016, an. Repräsentanten von Stadtverwaltung, Schulen und Stadtjugendring – sie kooperieren bei dem Angebot – informierten jetzt über Details und Ablauf der „Freiräume“.

Zielgruppe sind wie bei der Premiere die Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen Lüdenscheids. Motiv für den Vorstoß letztes wie dieses Jahres: Mittlerweile ist die Woche über quasi jeder Nachmittag für die Jugendlichen mit schulischen Verpflichtungen verplant. Im Klartext: Vor 16 Uhr gibt es keine Freizeit. Eine Situation, die noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar gewesen wäre. Die „Freiräume“ sollen in diesem Kontext eine Nische sein und den jungen Bürgern zumindest für einen Nachmittag die Chance zur persönlichen Entfaltung bieten.

Konkret läuft die Sache so ab: Der Schulunterricht an jenem Juni-Mittwoch endet um 13.15 Uhr. Von 14 bis 18 Uhr können die Schüler dann sportive, spielerische, kulturelle und kreative „Schnupper“-Angebote örtlicher Vereine und Verbände wahrnehmen. Aber auch kommerzielle Dienstleister dürfen mitmachen und Kapazitäten zur Verfügung stellen. Bedingung allerdings: Die Offerten müssen für die Schüler kostenfrei sein, wie Stefanie Schröder und Dietrich Vehse vom Stadtjugendring betonen.

Der Vorteil für Vereine und andere Anbieter: Sie können auf Nachwuchs und künftige Mitstreiter hoffen. Schauplätze des Geschehens können etwa Turnhallen sein, aber auch völlig andere Lokalitäten. Freiluft-Aktivitäten sind ebenfalls möglich. Bei Nutzung des Rathausplatzes und des angrenzenden „Bürgerforums“ ist indes eine vorherige Absprache mit dem Stadtjugendring nötig.

44 Angebote gab es im vergangenen Jahr. „Dieses Jahr dürfen es durchaus noch ein paar mehr sein“, findet Dietrich Vehse. Anbieter können sich ab sofort beim Stadtjugendring melden. Entweder unter der Lüdenscheider Rufnummer 67 42 81 oder unter der Mail-Adresse mail@sjr-luedenscheid.de. Auch Sponsoren sind hier richtig. So verursacht etwa der Druck eines Info-Hefts für die Schüler gewisse Kosten.

Das Konzept basiert auf Freiwilligkeit, eine Teilnahme-Verpflichtung gibt es nicht. Schüler, die einfach nur einen freien Nachmittag genießen wollen, können dies tun. Auch wenn das nicht der Sinn der Initiative ist. Für alle beteiligten Schüler steht an jenem Tag ab 19 Uhr noch ein gemeinsamer Ausklang im Rosengarten an.

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