Freiherr-vom-Stein-Str. 27: Umzug ohne Zeitdruck

Das ehemalige Kinderheim gilt als marode, steht unter Denkmalschutz und soll verkauft werden. Die dort untergebrachten Vereine suchen nun zum Teil noch Ausweichquartiere.

LÜDENSCHEID ▪ Die erste Grobplanung zu gewünschtem Zuschnitt und Nutzung der Jahnplatz-Umkleide hat der Kinderschutzbund jetzt der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW) vorgelegt.

„Wir werden mit Sicherheit 2010 mit dem Umbau beginnen“, sagt ZGW-Leiter Frank Kuschmirtz zum Zeitplan. Beim Innenausbau sei man nicht so witterungsabhängig. Klar ist aber auch: Der Kinderschutzbund wird nicht das ganze Gebäude benötigen. Ob noch ein Mieter aus dem als marode geltenden Haus Freiherr-vom-Stein-Straße 27 – dem 1912 fertiggestellten und 1976 geschlossenen alten Lüdenscheider Kinderheim – mit zum Jahnplatz ziehen wird, steht noch nicht fest. Die DRK-Suppenküche jedenfalls hat inzwischen die Initiative ergriffen und sich selbst ein neues Domizil neben dem DRK-Wohnheim an der Hochstraße geschaffen (wir berichteten).

Das Haus steht unter Denkmalschutz und soll, wenn möglich, verkauft werden. „Ein Abbruch steht nicht in Rede“, sagt Kuschmirtz. Es gebe Interessenten. Für die anderen dort untergebrachten Vereine – Stadtfrauenverband, Sängerbund, Gesellschaft zur Erforschung des Ufo-Phänomens – werde es auch frühzeitig eine Lösung geben, betont Kuschmirtz: „Da muss sich keiner alleine gelassen fühlen. Es wird auch keiner von der Terminplanung überrollt.“ Das weitere Vorgehen werde „hautnah“ mit allen betroffenen Vereinen abgestimmt, niemand stehe von heute auf morgen auf der Straße, ist Kuschmirtz bemüht, Unruhe unter den Vereinen zu vermeiden. Sehr unterschiedlich ist auch der Platzbedarf der Vereine. Das sei der Stadt bewusst, so Kuschmirtz: „Die Vereine sollen sich nicht verschlechtern.“

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