Freibad Nattenberg: Klage über desolate Zustände

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Lüdenscheid - Es ist wohl eine Frage der Abwägung, wann Schäden im Außenbereich des Familienbades Nattenberg – hier es geht es um das Babybecken und Umgebung – so groß und gefährlich sind, dass der gesamte Bereich gesperrt werden muss.

Jedenfalls sei man immer bemüht, Schäden, die im laufenden Betrieb entstehen könnten, sofort zu beheben, sagt Bäderchef Friedrich Schmidt-Werthmann auf eine entsprechende Kritik von Ramona Jäschke, die nach einem Besuch mit ihrer 23 Monate jungen Tochter vor einigen Tagen die Zustände als „Katastrophe“ bezeichnete.

Der Weg zum Babybecken sei mit Stolperfallen ausgestattet, da die Waschbetonplatten abgesunken seien. Am oberen Beckenrand seien auf einer geschätzten Länge von sieben Metern Fliesen locker: „Die Kinder können dort abrutschen und sich verletzen, auch wenn das Wasser nur knöcheltief ist. Auch im Wasser sind die Fliesen locker.“ Dass die Farbe überall abblättere und von den meisten Wasserspielgeräten kein einziges funktioniere, sei wohl noch eher das kleinere Übel. „Noch nicht einmal ein Bademeister kam kurz vorbei. Von der Wiese kann man seine älteren Kinder auch nicht beobachten, da alles total zugewuchert ist. Eltern haben aber die Aufsichtspflicht. Dass man sie aber mit ihren Kindern in so einem desolaten Teil des Bades ganz alleine lässt, ist meines Erachtens nach nicht rechtens. Vielen Eltern ging es ähnlich wie mir. Ich war echt erschrocken, dass sich so etwas Familienbad nennt“, kritisiert die Lüdenscheiderin. Die Sicherheit der Kinder sollte doch vorgehen, mahnt sie.

Das sieht auch Schmidt-Werthmann so: „Wenn Verletzungsgefahr für Kinder besteht, muss das Becken natürlich gesperrt werden. Das könnte länger dauern – unter Umständen mindestens eine Woche –, was wir möglichst vermeiden möchten, denn wir wollen das Becken natürlich gerade jetzt im Sommer kontinuierlich zur Verfügung stellen.“

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