Sieben Konzerte in zwei Jahrzehnten

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Cantabile bot zum 20-jährigen Bestehen einen Querschnitt durch die besten Lieder der vergangenen beiden Jahrzehnte. - Fotos: Othlinghaus

Lüdenscheid - Seit 20 Jahren bereichern die Sängerinnen des Frauenchors Cantabile die Chormusikszene in Lüdenscheid. Grund genug, das Jubiläum mit einem großen Konzert im Theatersaal des Kulturhauses zu feiern. Aus gegebenem Anlass lieferten die Damen einen rund dreistündigen Überblick über alle sieben Konzerte, die der Chor in zwei Jahrzehnten auf die Beine gestellt hatte.

Dabei waren die Veranstaltungen stets von der überbordenden Kreativität der Chordirektorin Maidi Langebartels geprägt, die den Frauenchor Cantabile im Jahr 1993 gründete und ihn bis heute leitet. Natürlich stand die umtriebige Chorleiterin auch im Rahmen des Jubiläumskonzertes im Mittelpunkt und war ganz gerührt über die 20 roten Rosen und ein Geschenk, dass sie von den Damen überreicht bekam. Einige weitere Künstler gaben sich die Ehre, die den Damen bereits seit Jahren die Treue halten: Der Musiker Frank Mario Hohnbaum, der seit zehn Jahren bei den Cantabile-Konzerten dabei ist, und Zauberer Mel Pierre, ebenfalls längst eine Institution bei den Cantabile-Veranstaltungen. Auf jahrelanges Engagement für den Frauenchor „Cantabile“ und die Lüdenscheider Chormusikszene im Allgemeinen blickt auch Peter Reimer zurück. Reimer ist altgedienter Sänger im MGV Union Oberrahmede und inzwischen ein echter Profi, wenn es um das Erstellen von lebendigen Präsentationen geht, die im Laufe von Chorkonzerten auf einer großen Leinwand zu sehen sind.

Gesanglich bestritten die Sängerinnen das Programm selbst. In chronologischer Form ließen sie die bisherigen Cantabile-Konzerte Revue passieren. Einleitend fungierten unterschiedliche Sängerinnen des Chores als Moderatorinnen und warteten mit Anekdoten und Informationen zum jeweiligen Konzert auf. Nachdem die Sängerinnen durch das Publikum und mit der musikalischen Einladung „Komm’ und sing mit uns“ die Bühne betreten hatten, widmeten sie sich dem ersten Cantabile-Konzert „Mittendrin“ aus dem Jahr 1996. „El condor pasa“, das von Vize-Chorleiterin Irene Goerfeld dirigiert wurde und das beliebteste Wunschlied für viele Geburtstagsständchen im Chor ist, durfte nicht fehlen. An „Rhythmus“ (1998) erinnerten die Damen unter anderem mit einem „Afrikanischen Medley“. Mit der schönsten Nebensache der Welt beschäftigten sie sich bei ihrem Konzert „Herzklopfen“ im Jahr 2001. In diesem Konzertblock überzeugte unter anderem Sylvia Morgenroth als Gesangssolistin. Im zweiten Konzertteil erinnerten sich die Damen dann das Konzert „Und ewig singt das Weib“ aus dem Jahr 2004. Ein besonderer Höhepunkt war hierbei die charmante Interpretation des Liedes „Bei mir bis du schön“ von dem Trio Sylvia Morgenroth, Maidi Langebartels und Martina Krütt. Nachdem im Rückblick auf das Programm „Traumfänger“ (2006) das Lied „Träume sind Schäume“, eine der zahlreichen Eigenkompositionen von Maidi Langebartels, zur Aufführung gelangte, passierte es ausgerechnet im Rahmen der Songs aus dem Programm „Ode an den Mann“. Beim Lied „Männer muss man loben“ mit der Gesangssolistin Martina Krütt, bei dem ihr Ehemann Heinz souverän als Komparse fungierte, krachte Pianist Hohnbaum das Keyboard vom Ständer. Doch der Musiker, ganz Profi, lies sich nicht beirren und spielte auf dem Boden weiter, so dass die Sängerin ihren Part problemlos beenden konnte. Das Finale bestritten die Cantabile-Frauen schließlich mit Songs ausdem „Hexentanz“, wobei bei „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ tatsächlich Rosenblätter vom Saaldach rieselten. Das Publikum feierte den Chor mit stehenden Ovations, die Sängerinnen lieferten als Zugabe den Schlager „Schuld war nur der Bossa Nova“. -  bot

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