Frauen feiern Karneval der Fantasie

Verhängnisvoll wird der Entschluss dieses älteren Ehepaares, eine Verjüngungskur zu machen. ▪

KIERSPE/MEINERZHAGEN ▪ „Karneval der Fantasie“ heißt das Motto des diesjährigen Karnevals in St. Josef. Nicht nur die Akteurinnen haben sich dieses Motto zu Herzen genommen, auch viele der Närrinnen, die am Mittwochabend zum Frauenkarneval in das Gemeindehaus am Glockenweg gekommen waren.

Da gab es eine Gruppe Inderinnen, die sich nach langem Rätseln als eine Gruppe Italienerinnen entpuppte. Gut ein Dutzend Kiersper Rauks saßen nicht auf kahlen Bäumen sondern eng zusammengerückt an einem langen Tisch und eine andere Gruppe begab sich in die Rolle eines Mon Chéri. Punkt 19.11 Uhr marschierte die Stadtkapelle in den Saal, gefolgt von vielen Pippi Langstrumpfs und ihren Freunden Annika, Tommi und Tante Prusselliese. „Hey, hey ihr Frauen, wir feiern heute Karneval, hey, hey ihr Frauen, wir tun was uns gefällt“, sangen die Frauen aus Kierspe und Meinerzhagen und stimmten ihr Publikum auf den närrischen Abend ein.

Bildergalerie zum Frauenkarneval:

Frauenkarneval St. Josef

An und für sich wollte Christa Kluth nicht mehr aktiv beim Karneval mitmachen. Gott sei Dank änderte sie aber ihren Entschluss und begann das Programm mit dem, was sie am besten kann, einer Büttenrede. Als dicke Frau suchte sie einen Mann und was ihr dabei so passierte, wusste sie anschaulich zu berichten. Der Meinerzhagener Sing- und Spielkreis erwartete nicht nur Mr. Bean, auch die Queen Elizabeth hatte sich angesagt. Ohne Worte, doch mit ganz viel Komik endete die Begegnung der beiden Persönlichkeiten mit einem Eklat, einem Zusammenstoß, der der Queen den Boden unter den Füßen wegzog. Im Chinarestaurant feierten Renate und Regina als Ehepaar ihre Scheidung und kamen sich dabei wieder näher, während nur ein paar Stunden später Christiane herzzerreißend über den Vertrauensbruch ihrer Schwester weinte. Höhepunkt und zugleich letzter Programmpunkt vor der Pause war Pastor Gregor Myrda. Schon seit Wochen hatte er zu Hause vor dem Spiegel einen Tanz eingeübt, den er Mittwochabend, unterstützt durch ein Paar mit Metall präparierte Schuhe, vorführte. Genau wie in Sister Act machten die beiden Freundinnen aus dem vorherigen Sketch eine himmlische Karriere und tanzten, unterstützt durch weitere Nonnen, temperamentvoll durch das Programm. Total daneben ging hingegen die Verjüngungskur bei einem älteren Ehepaar, gespielt von Resi Tschismar und Ursula Müller aus Meinerzhagen. Da doch lieber so bleiben, wie man ist, wird sich so manche Frau im Saal gedacht haben. Beate Schölzel hatte als Frau Kasulke wieder so einiges aus ihrem Eheleben zu berichten. Mit einem Piratenfinale erreichte das Programm gegen 23 Uhr seinen Abschluss. Susanne Kuhn erhielt für die Organisation des Karnevals einen dicken Blumenstrauß.

Zu Ende war der Abend für viele Frauen noch nicht. Jürgen Hardes spielte noch für sie bis in den nächsten Tag und nun konnten die Frauen nicht nur kurz in den Pausen, sondern auch ausgiebig tanzen. ▪ GeG

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