Miese Betrugsmasche im Kreis MK

Was vom Jubel bleibt... Junge Frau aus Lüdenscheid betrogen

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Betrüger nehmen übers Telefon Kontakt auf.

Lüdenscheid - Einen Gewinn in Höhe von 49.500 Euro vor Augen, traf eine 39-jährige Lüdenscheiderin die falsche Entscheidung. Jetzt ist sie um 1.000 Euro ärmer. 

Wie die Polizei mitteilte, wurde die 39-jährige Lüdenscheiderin Opfer eines Betruges. In mehreren Telefonaten wurde ihr von einer vermeintlichen Firma in Berlin suggeriert, sie hätte 49.500 Euro gewonnen. Um den Gewinn zu erhalten, müsse sie aber 1.000 Euro in Steam-Karten kaufen und die aufgedruckten Nummern telefonisch durchgeben. Dies tat die Geschädigte dann. 

Vom versprochenen Gewinn jedoch weit und breit keine Spur. Die Betrüger meldeten sich nie wieder. 

Wie Sie die Betrüger erkennen?

Die Masche ist nicht neu. Das Portal onlinewarnungen.de hat das Vorgehen der Betrüger, die mit unterdrückter oder manipulierter Rufnummer anrufen, analysiert. 

Demnach gibt es Variationen, die Abfolge ist aber sehr ähnlich. 

1. Telefonisch wird ein hoher Gewinn in Aussicht gestellt und ein weiterer Anruf eines Sicherheitsunternehmens angekündigt, das angeblich den Gewinn liefern soll. 

2. Ein Mitarbeiter des vermeintlichen Sicherheitsunternehmens fordert die "Gewinner" auf, Steam-Karten zu kaufen, um Transport und Notar zu bezahlen. Ein weiterer Anruf wird angekündigt. 

3. Ein Mitarbeiter lässt sich die Nummern auf den Steam-Karten durchgeben, die er umgehend einlöst. 

Noch mehr Details und auch die bisher bekannten Rufnummern gibt es hier

Die Polizei nimmt den aktuellen Fall aus Lüdenscheid zum Anlass, erneut darauf hinzuweisen, besondere Vorsicht bei derartigen Gewinnspielen walten zu lassen und niemals in Vorleistung zu gehen. Bei seriösen Gewinnspielen werden keine Vorausleistungen verlangt.

Im vergangenen Jahr waren die Betrüger auch schon in Hamm erfolgreich. 

Was sind Steam-Karten?

Steam-Karten sind Guthabenkarten in verschiedenen Währungen, mit denen weltweit zum Beispiel in Online-Spielen bezahlt werden kann. Man kann sie sich auch auszahlen lassen. Das nutzen Betrüger für ihre Zwecke. Dabei wird das Geld in der Währung des Landes eingelöst, in dem der Eigentümer lebt, selbst wenn der Gutschein mit einer anderen Währung gekauft wurde. 

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