Übergriff an Wertstoffsammelstelle

Frau bei illegaler Müllentsorgung erwischt - Ehemann greift Müllstreife an

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Die Müllsammelstelle an der Brüderstraße (Archiv). 

[Update 11.21 Uhr] Lüdenscheid - In ihrem Kampf gegen Müllsünder ist die Lüdenscheider Müllstreife erfolgreich. Am Montag erwischten die Ordnungsamtsmitarbeiter eine Frau an der Wertstoffsammelstelle an der Brüderstraße. 

Wie die Polizei mitteilte, kontrollierten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes am Montagnachmittag die Wertstoffsammelstelle an der Brüderstraße.

Dabei bemerkten sie eine Frau, die soeben in Begriff war, ihren Hausmüll illegal abzuladen. Die Mitarbeiter stellten gerade die Personalien der 28-Jährigen fest, als sich der 33-jährige Ehemann einmischte. 

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In aggressiver Weise schubste er die Stadtbediensteten mehrfach weg und schlug deren Hände zur Seite. Die Polizei wurde hinzugerufen und ermittelt nun wegen versuchter Körperverletzung. 

Die Mitarbeiter blieben unverletzt und leiteten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen der illegalen Müllentsorgung ein.

Die im vergangenen Jahr eingerichtete Müllstreife kontrolliert regelmäßig an den Wertstoffsammelstellen und im übrigen Stadtgebiet. Zwischen Juli und Dezember hat das Ordnungsamt 612 Fälle von Müllvergehen dokumentiert. 

86 Verwarngelder (10 bis 55 Euro) summieren sich auf 3210 Euro. Dazu kommen 38 Bußgeld-Verfahren über insgesamt knapp 4000 Euro.

Laut Stadt war es der erste körperliche Übergriff auf die Müllstreife seit ihrem Bestehen. Verbale Attacken gebe es allerdings immer wieder. Schon zuvor hatte die Stadt angekündigt, ihre Mitarbeiter auf Streife mit Schutzwesten auszustatten, um unter anderem gegen mögliche Messerangriffe geschützt zu sein. Diese Westen seien mittlerweile bestellt, allerdings noch nicht in Lüdenscheid eingetroffen, sagte Stadtsprecher Sven Prillwitz. 

Auch wenn vor Ort nach dem Übergriff kein Knöllchen mehr geschrieben wurde, werden die aggressiven Müllsünder um eine Strafe nicht herumkommen. Prillwitz: "Das Knöllchen wird noch geschrieben. Daher können wir auch noch nicht sagen, wie hoch es ausfällt."

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