Muschalle-Trio im Panoptikum

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Das Frank-Muschalle-Trio begeisterte das Publikum im Panoptikum.

Lüdenscheid - Das erste Konzert zum Auftakt der Jahresreihe der Jazzclub-Konzerte wurde gleich zum musikalischen „Bonbon“. Das Frank-Muschalle-Trio spielte im Panoptikum.

Dem Musiker wurde dabei warm ums Herz: „Das ist wie eine Zeitreise, wir haben vor rund zwanzig Jahren hier im Panoptikum gespielt.“ Musikalisch trieb das Trio in Richtung Blues, Boogie und Swing. Muschalle ließ sich an diesem Abend auch als Alleinunterhalter am Piano vernehmen, spielte unter anderem „Base Going Crazy“, eine furiose wie witzige Nummer des großen Boogie-Pianisten Albert Ammons, dem auch Muschalle Einfluss auf seine Art zu spielen zuschreibt.

Es wurde ein abwechslungsreiches Konzert mit vielen solistischen Höhepunkten, da sich auch Dirk Engelmeyer am Schlagzeug und Matthias Klüter am Kontrabass mit feinstem Spiel auszeichneten. Ein weitgehend unverstärkter Abend war's, lediglich Muschalles Moderation kam übers Mikrofon.

Das von Virtuosität und Einfallsreichtum des Trios begeisterte Publikum schien dies sichtlich zu genießen. Lediglich bei einem Dauerplauderer musste erst der singend durchs Publikum schreitende Drummer Engelmeyer (Nobody Loves Me) kräftig auf die Schulter tippen. Mit starker Performance und einem eigenwilligen Bewegungsablauf ließ der singende Schlagzeuger seine gewöhnungsbedürftige Grundstimme vergessen und sorgte für Begeisterung.

An den Drums ist er ein Gewinn, da er stilgerecht und zurückhaltend wie humorvoll agierte. Muschalle am Piano riss hin mit rasenden Läufen, bot bei ruhigen Stücken improvisierend eine Fülle schräger Akkorde, dass einem das Herz aufging. Zudem erwies sich Muschalle auch als angenehmer und witziger Unterhalter, zum Beispiel bei Moderation und Spiel bei „Big Fat Mama“.

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