Die Frage nach dem Wert

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Edle Schätze und Sammlerstücke dürften sich in so manch einer Vitrine zuhause verstecken, wer wissen möchte, ob seine Erbstücke etwas wert sind, kann die Experten fragen. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Erbstücke, Geschenke, Dinge, die man mag und solche, die man nur der Oma zuliebe behält, die das Stück einst geschenkt hat: In manchen Schränken, Vitrinen und Regalen schlummern Gegenstände, von denen der Eigentümer nicht weiß, was sie wert sind. Am Samstag, 27. August, bietet das Soester Auktionshaus in den Museen am Sauerfeld die Gelegenheit, genau das herauszufinden.

David Hessels, Diplomgemmologe und Auktionator, sowie Dr. Oliver Gradel werden als Gutachter und Sachverständige für Antiquitäten von 11 bis 18 Uhr vor Ort sein. Jeder, der ein Stück hat, dessen Wert er schätzen lassen möchte, kann damit während dieser Zeit ins Museum kommen. Das Angebot ist unverbindlich und nicht an eine Verkaufsabsicht gebunden. Das heißt, jeder der erfahren hat, ob er ein wertvolles Sammlerstück sein eigen nennt oder doch eher ein Teil mit rein ideellem Wert, nimmt es auch wieder mit nach Hause. Der Schätzung selbst ist kostenlos.

Die beiden Fachleute werden ein Reiselabor sowie einen Fundus an Fachliteratur, beispielsweise zu Porzellan, mitbringen. Dr. Gradel ist unter anderem Experte für Kunst und Gemälde. Für den Gemmologen Hessels sind Edelsteine das Hauptgebiet. Aber auch in anderen Bereichen können sie mithilfe ihrer Hilfsmittel eine Einschätzung des Wertes geben, egal ob Silber, Porzellan, Puppen, Spielzeug, Uhren oder Münzen.

Sollte ein Stück dennoch nicht direkt geschätzt werden können, versprechen Hessels und Gradel, Fotos und Notizen zu machen, und die Schätzung nachzuliefern. „Ich bin kein Numismatiker“, erklärt Hessels beispielsweise. Aber im Team des Soester Auktionshauses gibt es interne und auch externe Experten zu fast allen Bereichen rund um Kunst, Antiquitäten und Schmuck, und eben auch zu Münzen.

Immer wieder bietet das Team in Nordrhein-Westfalen solche Kunst- und Antiquitäten-Sprechstunden an, in der Regel in Hotels. Der Abstecher nach Lüdenscheid ist gleichzeitig das erste Mal, dass die Experten ihre Dienste in einem Museum anbieten. „Viele Leute haben etwas geerbt, das sie in der Schublade liegen haben“, sagt Hessels, aber sie trauten sich nicht in ein Auktionshaus. Bei den Sprechstunden können sie das Stück „ohne Druck zeigen“. In Soest in das Auktionshaus an jedem Montag dafür geöffnet. Und es käme immer wieder vor, dass jemand sich zu einem späteren Zeitpunkt doch noch zu einem Verkauf entscheide.

Klar ist aber auch: Der Wert der meisten Stücke hängt vor allem davon ab, ob Sammler daran interessiert sind, erklärt Hessels. Und dann kommt die Seltenheit der Stücke hinzu. Je begehrter es ist, desto wertvoller ist es. ▪ gör

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