Bewohnte Bauwagen

LÜDENSCHEID - „Wir wollen nicht irgendjemanden, sondern Qualität“, sagt Dr. Carolin Krüger-Bahn (Städtische Galerie) mit Blick auf den Kunstsalon, der am Freitag um 19 Uhr in der Galerie an der Sauerfelder Straße beginnt.

Der letzte Kunstsalon der Kunstfreunde Lüdenscheid fand am 18. September 2011 an gleicher Stelle statt. Zu Gast war seinerzeit Anthony Canham, Maler, Objektkünstler, Illustrator und Kunsterzieher mit einer besonderen Beziehung zur Bergstadt und zu den Kunstfreunden. Am Freitagabend nun ist sein Sohn mit einem Vortrag zu Gast in der Städtische Galerie. Stefan Canham ist Fotograf, machte 1987 am BGL sein Abitur. Seine ersten Erfahrungen mit dem Medium Fotografie sammelte er an der Lüdenscheider Volkshochschule sowie während eines dreimonatigen Praktikums im Fotostudio einer renommierten Leuchtenfabrik. Von 1987 bis 1994 studierte Canham Film an der Hochschule der bildenden Künste in Hamburg. Seit 1995 arbeitet er freiberuflich an dokumentarischen Foto- und Fernsehprojekten.

Zu Canhams bekanntesten Arbeiten zählt neben „Portraits from Above“, an denen er zusammen mit Rufina Wu in Hongkong arbeitete, das Projekt „Bauwagen“. Hier zeigt der Künstler ein bisher wenig bekanntes urbanes Phänomen. Der bewohnte Bauwagen verkörpert sowohl den Traum vom unangepassten Leben als auch den Stein des Anstoßes der Politik. Plätze, auf denen solche bewohnten Bauwagen stehen, gibt es in Deutschland allein 100.

In der Städtischen Galerie wird Stefan Canham nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden der Kunstfreunde, Professor Eckhart Böhm, und einem kurzen Einführungsvortrag durch Dr. Carolin Krüger-Bahr seine Arbeiten und Ideen anhand von Fotos vorstellen. Der Eintritt ist frei. - rudi

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