Forum Fabrik der Zukunft mit Jürgen Echterhage

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Jürgen Echterhage (2.v.l.) wurde von Ahmed Zarouali (künftiger Sprecher der Wirtschaftsjunioren), Sprecher André Schiffner und dem ehemaligen Sprecher Stefan Klotz (v.l.) begrüßt.

Lüdenscheid/Neuenrade - „Mut zur Lücke“: Das nannte Jürgen Echterhage, Unternehmer aus Neuenrade, als einen wesentlichen, ganz persönlichen Erfolgsfaktor. Entsprechend lautete so auch der Titel seines Vortrags im Rahmen des Forums Fabrik der Zukunft.

Am Donnerstagabend referierte Echterhage auf Einladung von Wirtschaftsjunioren und Wirtschaftskreis Lüdenscheid in den Museen der Stadt. Ausführlich ließ er seine Zuhörer an seiner ganz persönlichen Erfolgsgeschichte teilhaben. Sein Weg begann mit Nachhilfestunden, die er als Schüler gab, über mehrere Jahre Ausbildung und Dienst als Polizeibeamter bis hin zum geschäftsführenden Gesellschafter der Echterhage Holding mit aktuell rund 350 Beschäftigten und 55 bis 60 Millionen Euro Jahresumsatz. Fünf Produktions- und drei Dienstleistungsunternehmen zählen zur Firmengruppe mit Sitz in Neuenrade. Echterhage berichtete, wie er selbst die Gruppe aufgebaut hat – mit viel Bauchgefühl und den richtigen Partnern.

Dabei legte er zur Erheiterung seiner Zuhörer auch eine gewisse Portion Ironie an den Tag. Unter anderem betonte Jürgen Echterhage, dass seine Geschichte einmalig und „so nicht reproduzierbar“ sei. In der Tat erfuhren die Zuhörer von vielen eher zufälligen Begegnungen und Entwicklungen, die zu immer neuen Entscheidungen führten – auch, was Firmen-Übernahmen betraf. „Ich war bei ganz vielen Entscheidungen schneller als andere. Das geht nur mit dem ’Mut zur Lücke‘, nur mit der bedingungslosen Bereitschaft, Fehler zu machen“, sagte Echterhage. So habe er oft Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“ getroffen.

Als zweiten Erfolgsfaktor nannte er die Bereitschaft, Partnerschaften einzugehen, „weil mir selbst das technische Know how fehlte und immer noch fehlt.“ Er selbst sei stets derjenige für den Vertrieb gewesen. Außerdem funktioniere ein erfolgreiches Unternehmen nicht „ohne motivierte, loyale Mitarbeiter, die Lust haben, die Firma voranzubringen.“ Die Unternehmensstruktur als Holding wiederum ermögliche es den einzelnen Firmen der Gruppe, sich auf ihr jeweiliges Kerngeschäft zu konzentrieren. Um alle allgemeinen organisatorischen Angelegenheiten wie Finanzen, Steuern, Personal, Marketing und Fuhrpark kümmere sich die Holding.

Schließlich gab Jürgen Echterhage seinen Zuhörern mit auf dem Weg, dass jeder Unternehmer die moralische Verpflichtung habe, einen Beitrag zum Gemeinwesen zu leisten, zumal der finanzielle Spielraum der Kommunen gleich Null sei. Dabei verwies er auf Sponsoring und politisches Engagement, dem er sich gemeinsam mit seiner Frau verpflichtet fühle.

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