Forum Fabrik der Zukunft

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Kai Okulla stellte sein Unternehmen vor. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Warnsignale innerhalb von fünf Sekunden an die Leitstelle der Polizei, wenn ein Falschfahrer auf die Autobahn fährt, gleichzeitig leuchtende Signale an den Warnbarken und sogar Funksignale an Autofahrer drumherum – was sich anhört, wie Zukunftsmusik, könnte vielleicht schon bald in einen praktischen Verkehrsversuch münden.

Beim Forum Fabrik der Zukunft berichtete Kai Okulla, geschäftsführender Gesellschafter der Wilhelm Schröder GmbH in Hüinghausen, über ein Warnsystem für Geisterfahrer, auf das sein Unternehmen ein Patent angemeldet hat.

Das war nur eines von mehreren Beispielen dafür, wie sich das Unternehmen mit immer neuen Ideen am Markt halten und in neuen Nischen etablieren möchte. Okulla referierte am Donnerstagabend auf Einladung der Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftskreises Lüdenscheid in den Museen der Stadt am Sauerfeld.

Der Titel des Vortrages „Weniger ist mehr – Wertschöpfung durch Werkstoffsymbiose“ zielte vor allem auf die ersten Ausführungen ab. Okulla legte dar, wie seine Firma ihre Stärken der gleichzeitigen Fertigung von Stanz-, Zieh- und Biegeteilen aus Metall sowie von Spritzgussteilen aus Kunstststoff nutzt, um durch Metall-Kunststoff-Verbindungen Kosten erheblich zu senken. So kann die Wilhelm Schröder GmbH den Kostendruck der stetig steigenden Energie- und Materialpreise kompensieren. Einsparungen von 50 Prozent oder mehr für Material, Fracht oder Produktion seien durch stetige Weiterentwicklungen der Werkstoffe möglich – ein Argument, das Kunden überzeuge und an das Unternehmen binde. „Von Geld und Liebe“ sprach Okulla in diesem Zusammenhang.

Ein zweiter Aspekt des Vortrags war die Nutzung von Netzwerken, um komplett neue Produkte zu entwickeln. Über das Kunststoffinstitut Lüdenscheid und das Kunststoffland NRW beispielsweise, hat Okulla wiederholt nach potenziellen Partnern und Fördermöglichkeiten für Innovationen gesucht. Für das Warnssystem für Geisterfahrer sind neben dem Kunststoffland, die TU Dortmund und die RWTH Aachen mit im Boot. Derzeit hofft Okulla auf die Zusage, dass inzwischen fertigentwickelte System auf Teststrecken bundesweit testen zu können. ▪ gör

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