Footprints SL und Jugendchor sorgen für himmlischen Abend

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Mehrere Heimkehrer von Musikhochschulen quer durch die Republik hatte Thomas Wurth für das Konzert im Kulturhaus verpflichten können.

Lüdenscheid - Einen himmlischen Abend erlebten die Kulturhaus-Besucher mit der Musikschul-Big-Band „Footprints SL“. Der musikalische Leiter Thomas Wurth hatte zum 50. Geburtstag der städtischen Musikschule zahlreiche Heimkehrer aus diversen Musikhochschulen der Republik zusammengetrommelt.

Die Posaunisten Dania Menges, Jan-Philipp Hirth und Tobias Link kamen aus Dortmund, Düsseldorf und Köln ins Kulturhaus, Trompeter Dominic Leitgeb aus Dresden und Pianist Christian Hostert aus Enschede.

Auf den „50 Steps to Heaven“, dem Weg in den Olymp des Jazz, gab es eine Premiere: Gemeinsam mit der Big Band trat der Jugendchor der Musikschule auf. Das von Franziska Förster betreute Ensemble schickte Glenn Millers „Chattanooga Choo Choo“ auf die Reise und bedauerte mit Peter Jefferies, kein Buch geschrieben zu haben: „I couldn’t write a Book“.

„Lüdenscheid ist eine Stadt des guten Gesangs“, urteilte Thomas Wurth und griff immer wieder selbst zum Mikrophon. So bei Jimi Hendrix’ „Foxy Lady“, die Raissa Mehner mit vergleichsweise ruhigem Blut, aber umso virtuoser an der Rockgitarre begleitete. Das machte Spaß – genauso wie Nicolas Leitgebs Trompeten-Solo zu der Dame, von der Thomas Wurth feststellte: „Wer immer das auch ist.“

Aus dem weiten Reich des Blues kam später auch Jimi Hendrix’ „Red House“ ins Kulturhaus. Getreu der Devise „Ich liebe Programmmusik, wo man sich schon beim Titel vorstellen kann, was kommt“, hatte Thomas Wurth mit der Band zudem einige Filmmusik-Titel im Programm: Chuck Mangiones „Children of Sanchez“ sowie Henry Mancinis „Pink Panther“ und den „Baby Elefant Walk“.

Und so kam das geistige Auge der Besucher kaum umhin, den Panther schleichen und den Baby-Elefanten trotten und tröten zu sehen. Das Intro zum Rosaroten Panther lieferte der heimische Kontrabassist Max Jalaly, der an diesem Abend kurze, aber beeindruckende Gastspiele gab. So war er auch Teil jener Combo, die Thomas Wurth begleitete, als dieser in die Fußstapfen von Antonio Carlos Jobim und Astrud Gilberto trat: Denn die großartige Brasilianerin hatte in Rio de Janeiro offenbar nicht nur den Strand von Epanema, sondern auch den 710 Meter hohen „Corcovado“ besucht – ein Lied von Liebe und Musik unter dem Sternenhimmel direkt neben Rios berühmter Christusstatue.

Es sind immer wieder schöne Abende, die Footprints SL dem Publikum beschert, und dieser Abend der Rückkehrer und Gastmusiker war unter all den Auftritten sicherlich ein ganz besonderer. Das Publikum feierte die Musiker im Stehen – und die bedankten sich schließlich mit Thomas Wurths „Lieblingsstück“ „All of You“.

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