Das Ende einer Landnahme

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Martialisches zeigt Volkmann im Obergeschoss. „Auf jedem Schlachtfeld sieht’s gleich aus“, sagt er.

Lüdenscheid - Landnahme – das ist die Inbesitznahme fremden Grund und Bodens. Die unterschiedlichen künstlerischen Auffassungen dieses Begriffes sind nur noch wenige Tage in der Städtischen Galerie an der Sauerfelder Straße zu sehen. Die letzte Station einer Wanderausstellung mit gleichem Titel war Lüdenscheid, am Pfingstsonntag geht die „Landnahme“ zu Ende.

„Landna(h)me – Kunst aus den Partnerkreisen“ fußt auf dem traditionellen kulturellen Austausch zwischen dem Märkischen Kreis und seinen Partnerkreisen, auch auf der Ebene der bildenden Kunst. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von 17 Künstlern aus den Partnerkreisen Elbe-Elster (D) und Ratibor (PL), des Landkreises Nakielski (PL) und des Märkischen Kreises.

Am kommenden Sonntag, 17. Mai, wird ab 15 Uhr in der Städtischen Galerie eine öffentliche Führung unter der Leitung von Dr. Carolin Krüger-Bahr angeboten. In der Galerie sind Malerei, Grafik und Objekte in großer thematischer Vielfalt zu sehen. Mehrere Künstler des Landkreises Elbe-Elster beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit dem Motiv des „Landraubs“ durch die Folgen des Braunkohletagebaus. Der neben Kurt Kornmann zweite Künstler, der den Märkischen Kreis vertritt, ist Thomas Volkmann. Seine Auseinandersetzung mit dem Thema ist eine zutiefst aktuelle. Er zeigt in seinem Werk „War Ensemble“ martialische Figuren auf einem nicht bestimmbaren Schlachtfeld und in einer unbestimmbaren Zeit. Darauf wird die Kunsthistorikerin den Schwerpunkt legen.

Pfingstsonntag (24. Mai) folgt dann mit der letzten öffentlichen Führung durch Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen das Ende der Ausstellung. „Die Werke gehen dann in die Partnerkreise zurück und werden den Künstlern übergeben“, so Conzen gegenüber unserer Zeitung.

Lange kahl bleiben die Wände in der Galerie allerdings nicht. Hinter den Kulissen wird schon eifrig die große Ausstellung der Werke des Bildhauers und Malers Erich Reusch erarbeitet, der heute in Neuenrade lebt. In Lüdenscheid erinnern gleich mehrere Objekte im öffentlichen Raum an seine Kunst, beispielsweise die 1998 errichtete Stahlwand an dem Gebäude der Stadtwerke, aber auch der Steinquader von der Stadtbücherei. Die Ausstellung wird am 25. Juni eröffnet.

Die Teilnahme an der Sonntagsführung durch „Landna(h)me“ kostet drei Euro, der Eintritt in die Ausstellung selbst ist kostenfrei. - rudi

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