Staffelübergabe beim Eine-Welt-Netz

+
Paul Fahl (links) nahm für die evangelische Versöhnungs-Kirchengemeinde den Staffelstab von Dr. Anwar Nabyar (Eschan e.V.) entgegen. Heike Murowski als Vertreterin der Kreuzkirchengemeinde bekam den Staffelstab von Christoph Weiland (CVJM Weltdienst). Bürgermeister Dieter Dzewas und Matthias Wagner, Sprecher des Eine-Welt-Netzes (rechts), freuten sich mit den Projektvertretern.

Lüdenscheid - Vortrags- und Feierstunde im Ratssaal: Nach zwei Jahren fand am Mittwoch wieder die Staffelstab-Übergabe beim Eine-Welt-Netz statt. Die Evangelische Kreuzkirchengemeinde mit dem Kinderwerk Lima sowie die Evangelische Versöhnungs-Kirchengemeinde mit dem Arbeitskreis Kamerun werden jetzt von der Stadt und der Sparkasse Lüdenscheid gefördert.

Weitergeben mussten den Staffelstab der CVJM Weltdienst, der Projekte in Sierra Leone realisiert, sowie der Verein Eschan, der die Atefa-Mädchenschule im afghanischen Estalef aufgebaut hat und nach wie vor weiterentwickelt.

Alle vier Organisationen zeigten Fotos von ihren jeweiligen Projekten vor Ort und nutzten die Gelegenheit, sich in kurzen Vorträgen vorzustellen.

Vorstellung aller vier Projekte

Mitglieder aus anderen Projekten des Eine-Welt-Netzes sowie interessierte Bürger lauschten den Vorträgen im Rathaus.

Der Reihe nach: Christoph Weiland berichtete vom Ebola-Ausbruch in Sierra Leone. Der Weltdienst habe seine Aktivitäten für die Ausbildung der Menschen „runtergefahren“ und sich stattdessen vorübergehend vollständig dem Kampf gegen Ebola gewidmet – mit Aufklärungskampagnen und der Verteilung von Desinfektionsmitteln. Dr. Anwar Nabyar blickte zurück auf den Erfolg der Atefa-Schule in Estalef und erzählte vom neuesten Projekt. Der Eschan-Verein – auch tatkräftig unterstützt von der Parterschule Bergstadt-Gymnasium – baut gerade einen Sportplatz inklusive Volleyballfeld. Dieter Dzewas lobte das Engagement für den Sport in Estalef in seinem Grußwort unter anderem mit den Worten: „Nur in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“.

Untersützung für Peru, Paraguay und Kamerun

Stellvertretend für die Kreuzkirchengemeinde gab Heike Murowski einen Überblick über die Arbeit des Kinderwerks Lima mit Projekten in Peru und Paraguay. Mehreren tausend Kindern aus Armenvierteln wird täglich ein Frühstück mit Brötchen und Milch sowie der Schulbesuch ermöglicht.

Barbara Fahl-Njayou aus Altena, Pfarrerin der Versöhnungs-Kirchengemeinde, blickte mit dem Publikum nach Afrika. Nach vielen erfolgreichen Aktivitäten ist der Arbeitskreis Kamerun mit seinen Partnervereinen seit 2015 damit beschäftigt, einen evangelischen Kindergarten in der Stadt Foumban zu bauen.

Förderung in Höhe von 6000 Euro

Die beiden Projekte der Kirchengemeinden werden zwei Jahre lang gefördert und bekommen jeweils 6000 Euro. Die Sparkasse springt für die städtische Tochter Stadtwerke ein, die bisher mitgewirkt hatte.

Matthias Wagner, Sprecher des Eine-Welt-Netzes, lud abschließend dazu ein, am Projekt „Fair Trade Town Lüdenscheid“ mitzuwirken und Lüdenscheid so zu einer gerechten Handelsstadt zu machen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare