Quartier-Team verlässt Umbaubüro

Förderung für Lüdenscheider „Knapp“- Projekte läuft aus

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Mit einigen neuen Geschäften hat der „Knapp“ schon an Attraktivität hinzugewonnen.

Lüdenscheid - Dreieinhalb Jahre lang haben die Stadtplaner Karsten Hoeing und Erik Vorwerk sich um das Quartier rund um den „Knapp“ gekümmert. Mit Ende der öffentlichen Förderung für das Fassaden- und Hofflächenprogramm und andere Projekte im Rahmen der „Denkfabrik“ haben sie jetzt ihr Stadtumbaubüro verlassen. Und berichten über „eine gute Arbeit mit interessanten Leuten“.

Dass das Team die Stadt durchaus mit einer kleinen Portion Wehmut verlässt, liegt unter anderem daran, dass Hoeing und Vorwerk ihren Job im Auftrag der Stadt offenbar gut erledigen konnten. Karsten Hoeing lobt die „gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen aus dem Rathaus“ ebenso wie die Offenheit der Hausbesitzer und Geschäftsleute im Quartier. „Das lief besser als in anderen Städten“, ergänzt Erik Vorwerk.

„Tschüs, Lüdenscheid“: Die Planer vom Stadtumbaubüro, Karsten Hoeing (l.) und Erik Vorwerk, verabschieden sich von Heike Müller, im Rathaus zuständig für Licht- und Stadtgestaltung. - Fotos: Moos

Besonders zufrieden äußern sich die Planer mit dem Aufbau eines Netzwerks, das dem Einzelhandel zwischen Christuskirche und Rathausplatz zugute komme. Als wesentlicher Bestandteil hat sich der „Knapp e.V.“ gegründet, der die Arbeit für die Aufwertung des Quartiers fortsetzen will. Karsten Hoeing: „Das ist schon klasse, dass von unserer Arbeit auch was bleibt.“

Eines der markantesten Projekte: Das Gebäude an der oberen Lösenbacher Straße nach der Umgestaltung seiner Fassade.

Nicht ganz so erfolgreich erwiesen sich die Planer aus Dortmund in Sachen Leerstandsmanagement – was allerdings weniger an ihren mangelnden Bemühungen als vielmehr mit der Passivität von Hausbesitzers zu tun haben dürfte. Am „Knapp“ gab es 28 leere Ladenlokale. Nur zwölf der betroffenen Besitzer haben sich in das Programm einbinden lassen. Unter ihnen haben sieben neue Mieter für ihre Flächen gefunden.

Der städtische Chefplaner Martin Bärwolf bekennt sich dazu, dem Projekt Stadtumbaubüro in der Planungsphase „zunächst sehr skeptisch gegenübergestanden“ zu haben. „Aber ich muss mich korrigieren. Das war für uns eine Super-Entlastung. Was die Fachleute geleistet haben, hat Maßstäbe gesetzt.“

Maßstäbe, an denen sich die nächsten Betreiber eines Stadtumbaubüros messen lassen müssen. Denn auch für das Integrierte Handlungskonzept Altstadt (IHK) sollen Mittel in ein solches Projekt fließen, wünscht sich Martin Bärwolf. „Der Förderbescheid ist da, wir können die Ausschreibung vorbereiten und im nächsten Frühjahr den Auftrag vergeben.“

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