Flugverbot bedeutet für Lüdenscheider viel Arbeit

LÜDENSCHEID ▪ Der isländische Vulkan Eyjafjallajökull und das mit ihm in Zusammenhang stehende Flugverbot hat zahlreichen Lüdenscheidern in den vergangenen Tagen viel Arbeit beschert.

„Einige unserer amerikanischen Mitarbeiter, die vor dem Vulkanausbruch hierher geflogen sind, sitzen jetzt fest“, sagt Jane Kohlen, Sekretärin der Geschäftsleitung der MTS Sensor Technologie GmbH & Co. KG. Momentan bemühe sie sich um Flüge von Italien aus nach Amerika. Doch auch das sei nicht einfach. „Die Bahn ist überlastet. Bisher konnte ich keine Zugfahrkarten zu italienischen Flughäfen buchen“, schildert Kohlen das Problem. Zudem sei für diese Woche eine internationale Konferenz, unter anderem in Hannover, geplant gewesen. „Die amerikanischen Mitarbeiter können natürlich nicht kommen“, bedauert Kohlen, betont aber, dass der Auftritt der Firma MTS im Rahmen der Hannover Messe nicht gefährdet sei. „Alle Kollegen sind schon vor Ort.“

"Internet-Hotlines völlig überlastet"

Während viele Unternehmen auf Mitarbeiter verzichten müssen, die dienstlich oder auch privat mit dem Flugzeug verreist sind, steht in den Reisebüros der Bergstadt das Telefon nicht still. „Bei uns herrschte am Freitag und Samstag Chaos“, berichtet Petra Kleinschmidt vom First Reisebüro Hollweg. Zahlreiche Flüge seien umgebucht oder storniert worden. „Die renommierten Fluggesellschaften machen das kostenfrei möglich und wir setzen uns natürlich für unsere Kunden ein“, verweist Kleinschmidt diesbezüglich auf einen großen Vorteil gegenüber einer Buchung im Internet: „Diese Hotlines sind hoffnungslos überlastet.“

Einige Kunden von „Atlasreisen“ sitzen auf Mallorca fest. „Leider können wir ihnen von hier aus nicht helfen. Aber sie werden natürlich durch die Veranstalter vor Ort betreut“, erklärt Susanne Kontze.

Denise Loggia vom Thomas-Cook-Reisebüro hat inzwischen mit vielen betroffenen Urlaubern telefoniert. Eines freut sie besonders: „Alle waren freundlich. Vorwürfe habe ich nicht gehört.“ - cwi

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