Gmeiner-Turnhalle bald wieder frei

Grundschule Schöneck wird freigezogen, Berlet-Gebäude vorbereitet 

+
Die Duschcontainer für die neue Flüchtlingsunterkunft an der Wefelshohler Straße stehen bereits.

Lüdenscheid - Bei der Unterbringung von Flüchtlingen wird es in Lüdenscheid in den kommenden Wochen einige Veränderungen geben. Alles zur Planung der Verwaltung und zum aktuellen Stand erfahren Sie hier.

Die Tiefbauarbeiten sind nahezu abgeschlossen, die elektrischen Leitungen verlegt, die Duschcontainer aufgestellt: „Wir sind kurz vor der Fertigstellung, theoretisch könnte das Gebäude in einigen Tagen bezogen werden“, sagt Beigeordneter Thomas Ruschin im Hinblick auf die geplante Flüchtlingsunterkunft im Gebäude über Berlet an der Wefelshohler Straße

Wie schnell ein Bezug der etwa 2500 Quadratmeter großen Fläche jedoch tatsächlich umgesetzt wird, sei jedoch noch völlig offen. Dies hänge zum einen mit den nun wieder anstehenden Zuweisungen durch das Land NRW zusammen, zum anderen mit den Planungen für den Standort Schöneck.

Grundschule Schöneck soll leer gezogen werden

Die in der Grundschule Schöneck untergebrachten Flüchtlinge sollen in die Container auf dem Sportplatz umziehen.

Wie Ruschin bereits bei der Veranstaltung der Flüchtlingsinitiative erläutert hatte, sei geplant, die Unterkunft in der Grundschule Schöneck leer zu ziehen. Die dort untergebrachten Menschen sollen entweder in den Containern auf dem Sportplatz Schöneck eine Unterkunft finden oder aber in den neuen Räumen an der Wefelshohler Straße. „Aber das ist eben alles abhängig von den neuen Zuweisen, deren Umfang man heute noch nicht abschätzen könne.“

Ausnahme bei minderjährigen Flüchtlingen

Die Grundschule Schöneck soll für Integrationsangebote vorgehalten werden.

Eine Ausnahme bilden die minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge: Sie sollen weiterhin in den Räumen der ehemaligen Grundschule Schöneck betreut werden. Ferner möchte die Stadt das Gebäude für Integrationsangebote vorhalten und dort möglicherweise ein Integrationszentrum mit Sozialarbeitern etablieren. „Wir möchten das Schulgebäude gerne unter anderem für Sprachkurse nutzbar machen.“

Maximal 160 Menschen im Obergeschoss des Berlet-Gebäudes

Während für den Sportplatz eine weitere Lieferung Container erwartet wird, wird das Obergeschoss des Berlet-Gebäudes ebenfalls bezugsfertig gemacht. Vorgesehen seien, so Hauptkommissar Andreas Duda während der Mobilen Wache in der vergangenen Woche, drei große Säle für maximal 160 Menschen, ein Speisesaal sowie ein Büro im Eingangsbereich für das Sicherheitspersonal. Auf dem Parkplatz wurden die Duschcontainer aufgestellt, in einem Nebengebäude fänden Waschmaschinen und Trockner Platz. Bauzäune als Sichtschutz wie am Schöneck seien laut Duda nicht vorgesehen.

Weitere Infoveranstaltung zum Schöneck

„Wir sind in jedem Fall vorbereitet“, betont Ruschin und verweist darauf, dass bereits 178 Flüchtlinge in Wohnungen untergebracht werden konnten. „Das hat uns natürlich ein kleines bisschen Luft verschafft.“ Zugleich kündigte er eine weitere Infoveranstaltung für die Bürger im Ortsteil Schöneck an. Sie befindet sich in der Planung. Der Termin steht noch nicht fest

Turnhalle der Gmeiner-Schule bald wieder frei

Die Nutzung der ehemaligen Hermann-Gmeiner-Schule durch das Land endet zum 29. Februar.

Die ehemalige Hermann-Gmeiner-Grundschule wird nicht mehr lange Notunterkunft für bis zu 150 Flüchtlinge sein. Die Turnhalle der Schule soll zudem wieder dem Vereinssport zur Verfügung stehen. Dies teilte die Stadt Lüdenscheid am Mittwoch mit. Über die Details will sie in einer Bürgerversammlung am Mittwoch, 3. Februar, informieren.

Nutzung durch das Land endet am 29. Februar

In der Pressemitteilung heißt es, seit Sommer vorigen Jahres betreibe die Stadt Lüdenscheid im Wege der Amtshilfe für die Bezirksregierung Arnsberg in der ehemaligen Grundschule eine Notunterkunft. Die Betreuung der Flüchtlinge haben die Johanniter übernommen. Diese Nutzung als Einrichtung des Landes endet zum 29. Februar.

Gebäude soll weiter für Flüchtlinge vorgehalten werden

Allerdings, so sagte am Mittwoch Stadtpressesprecher Wolfgang Löhn im LN-Gespräch, sei das Thema Flüchtlinge für die Gmeiner-Schule damit nicht komplett vom Tisch. Das Gebäude solle in verminderter Form weiter für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgehalten werden. Die Planungen hierfür hätten aber noch kein konkretes Stadium erreicht.

Infoveranstaltung am 3. Februar

Eine direkte Information der Anwohner im Stadtteil über eine geplante weitere Verwendung der Gebäude sei der Stadt ein wichtiges Anliegen. Sie lade deshalb für Mittwoch, 3. Februar, ab 18 Uhr zu einer weiteren Bürgerinformationsveranstaltung ein. Die Evangelische Kirchengemeinde Oberrahmede stellt dafür wieder ihr Gemeindezentrum, Rathmecker Weg 32, zur Verfügung. Beigeordneter Thomas Ruschin, Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie der Polizei und der Johanniter werden den Anwohnern für Fragen und Auskünfte zur Verfügung stehen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare