Viele offene Fragen

Flüchtlinge zum Sportplatz Höh: „Das ist eine Blackbox“

Sportplatz- Hoeh Flüchtlinge Container

Lüdenscheid - Klar ist: Auch der Sportplatz Höh, auf dem seit Jahren nicht mehr gekickt wird, soll Flüchtlingen eine vorübergehende Heimat bieten. Doch offen ist, wie viele Menschen dort untergebracht werden, wann sie ankommen und wie ihre Behausungen aussehen sollen. Die Stadt ist gezwungen, diese Fragen schnell zu beantworten.

Der zuständige Beigeordnete Thomas Ruschin sieht sich im LN-Gespräch „derzeit nicht in der Lage“, konkrete Antworten auf drängende Fragen zum Thema „Flüchtlinge auf der Höh“ zu geben. Wie Wohncontainer oder andere Möglichkeiten aussehen könnten und wann der alte Sportplatz hergerichtet wird, hänge davon ab, mit welchen Lieferfirmen die Stadt ins Geschäft kommt, so Ruschin. 

Auch die Frage, wie die Erschließung des Geländes mit Strom, Gas, Wasser und Kanalisation funktioniert, wird nach der ersten Mitteilung aus dem Rathaus in diesen Tagen mit Hochdruck geprüft.

Nach Informationen unserer Redaktion scheint inzwischen geklärt zu sein, dass keine Hilfsorganisation auf dem Sportplatz Höh eingesetzt wird, denn anders als in Schulen oder Turnhallen sollen wohnungsähnliche Unterkünfte mit Kochmöglichkeiten geschaffen werden.

Ähnlich dürfte sich die Lage am Standort Schöneck entwickeln. Während künftig 500 bis 600 Flüchtlinge auf dem benachbarten Sportplatz in eigenen Wohneinheiten unterkommen sollen, müssen knapp 300 Menschen in der Turnhalle und den Räumen der Grundschule betreut werden. Diese Zahlen gab Bürgermeister Dieter Dzewas vor wenigen Tagen beim Info-Abend bekannt.

Möglicherweise bewegt sich die Zahl der Menschen, die auf dem Sportplatz Höh versorgt werden müssen, in vergleichbaren Größenordnungen. Die Verantwortlichen der Stadtverwaltung seien gezwungen, auf neue Anforderungen durch übergeordnete Behörden schnell und flexibel zu reagieren, heißt es.

Unklarheit herrscht derzeit über die Situation in der ehemaligen Hermann-Gmeiner-Grundschule am Dickenberg. Hier waren zwischenzeitlich bis zu 150 Flüchtlinge beherbergt. Derzeit hält sich dort eine einzige Familie auf. Das hat laut Thomas Ruschin „organisatorische Gründe“ und könne sich spontan mit jedem Tag ändern. „Das ist für uns eine Blackbox.“

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